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Gemeinden Region Gadebusch

31. August 2016 | 23:43 Uhr

Wir in Gadebusch : Seit sechs Jahren ihre eigene Chefin

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Stephanie Staudler gründet Bauunternehmen und übernimmt Tradition

Im kleinen Backsteinhäuschen in der Färberstraße sitzt Stephanie Staudler in ihrem Büro und lenkt die Geschicke ihres Unternehmens: Staudler Bau. Die 38-Jährige hat vor sechs Jahren die Firma gegründet und damit an eine Familientradition angeknüpft. Ihr Vater Gerhard hat 1984 Staudler Bau aus der Taufe gehoben und steht seiner Tochter heute gelegentlich noch zur Seite.

Doch früher, sagt Stephanie Staudler wollte sie eigentlich gar nicht in die Fußstapfen ihres Vaters treten. „Das hat sich so ergeben.“ Sie studierte Architektur in Lübeck und war mit ihrem Job nicht ganz zufrieden. Der Vater ging in Rente und die Tochter folgte ihm dann doch. Heute ist sie Chefin von sechs Bauarbeitern, Helfern und einer Büromitarbeiterin.

Staudler Bau ist vor allem in der Region tätig. Beim Bau der Kita in Alt Meteln, in der Gadebuscher Heinrich-Heine-Straße bauen sie die Schächte für die Fahrstühle, in der Erich-Weinert-Straße sind sie beim Rückbau eines Wohnblocks involviert, in Rehna, Lützow, Schwerin sind die Handwerker unterwegs. Das größte Projekt in der noch jungen Firmengeschichte war die Sanierung einer alten Villa in Schwerin für Nordmetall. Drei Jahre haben die Arbeiten gedauert. Dabei halten sich die Aufträge von Unternehmen und Kommunen die Waage mit privaten Häuslebauern.

„Zurzeit sind wir ausgelastet“, sagt Stephanie Staudler. Doch die Arbeiter sind schon nach Hamburg gefahren. Je nach Auftragslage.

Dabei plagen die Chefin die gleichen Sorgen wie viele andere Handwerksbetriebe auch: „Es ist schwierig, gutes Personal zu finden.“ Ihre Firma ist Mitglied der Innung und zahlt Tarif, trotzdem mache sich der Fachkräftemangel bemerkbar. Von Auszubildenden ganz zu schweigen. Den klassischen Maurerlehrling hatte Stephanie Staudler noch nie. „Es hat sich keiner beworben“, erzählt sie. Dabei kann die Unternehmerin durchaus auf Erfolge bei der Ausbildung verweisen. Simon Masijaus wurde im vergangenen Jahr als Landessieger im Leistungswettbewerb ausgezeichnet. Doch der 23-Jährige absolvierte danach ein duales Studium.

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erstellt am 14.Mär.2016 | 04:22 Uhr

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