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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

30. Juli 2016 | 11:16 Uhr

Spende : Für ein Stückchen Lebensfreude

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Das Hospiz Schloss Bernstorf begleitet schwerstkranke Menschen und freut sich über Spenden von Unternehmen

„Ein Hospiz ist keine Abschiebung eines Todkranken, sondern das Glück, mit einem liebenswerten Menschen noch ein paar schöne Tage zu verbringen.“ Karina Stenker weiß, wovon sie spricht. Vor einigen Jahren durfte ihr Vater die letzten Tage seines Lebens in einem Hospiz verbringen. In einer Einrichtung, in der todkranke Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet werden. Eine Erfahrung, die Karina Stenker geprägt hat und die sie nicht missen möchte. Und darüber hinaus Grund genug, sich jetzt mit dem Schloss Bernstorf selbst für das erste Hospiz des Nordwestkreises zu engagieren.

Gemeinsam mit Unternehmen aus dem Gewerbeparks Gägelow und Wismar sammelte die Centermanagerin des MEZ Gägelow in der Vorweihnachtszeit Spenden für Schloss Bernstorf. 1925 Euro kamen dabei durch die verschiedensten Aktionen zusammen. Obendrauf packten der Hagebaumarkt sowie der LPB Landschaftspflegebetrieb aus Wendorf noch Rosenpflanzen im Wert von jeweils 500 Euro. Geld und Sachspenden, die dem „Garten der Lebensfreude“ zu Gute kommen sollen. Hunderte Rosen, verschiedene buntblättrige Bäume und ergonomische Gartenbänke sollen hier den alten Schlosspark zu neuem Leben erwecken. Ein Projekt, für das Landrätin Kerstin Weiss gemeinsam mit Kreistagspräsident Klaus Becker die Schirmherrschaft übernommen hat.

„Solche Aktionen sind für uns von unschätzbarem Wert“, sagt Dr. Britta Borgwald. Denn einerseits benötige man nach Aussage der Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit im Hospiz dringend die finanzielle Unterstützung und andererseits aber auch die Aufmerksamkeit, die solche Spendenaktionen in der Öffentlichkeit mit sich bringt. „Viele Menschen wissen leider gar nicht, was ein Hospiz ist, wie es funktioniert und ein Aufenthalt finanziert wird.“ Denn für den Aufenthalt und die Verpflegung im Hospiz entstehen den Gästen keine Kosten, sobald die Kostenzusage von Pflege- oder Krankenkasse vorliegt. Denn die übernehmen den Löwenanteil des Aufenthalts im Hospiz. Der Rest in Höhe von fünf Prozent muss durch Spenden aufgebracht werden.

Spenden aus Aktionen, wie sie von den Gewerbetreibenden aus Gägelow und Wismar jetzt organisiert wurden. Und schon bald können Bewohner und Besucher des Schlosses sehen, was aus dem gesammelten Geld geworden ist. „Denn sobald das Wetter es zulässt, werden im Garten der Lebensfreude die ersten Wege angelegt, im März erste Pflanzungen vorgenommen und der Teich renaturiert“, erklärt Dr. Britta Borgwald. Für ein Stückchen Lebensfreude und Zuversicht für die schweren Stunden des Lebens.

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erstellt am 15.Jan.2016 | 23:31 Uhr

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