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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

02. Dezember 2016 | 21:09 Uhr

Markttreiben in Stöllnitz : Filigranes auf dem Flohmarkt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Flohmarkt lockt hunderte Gäste ins Dorfgemeinschaftshaus / Landfrauen organisieren Markt seit zehn Jahren

Kunst, Handwerk und Plauderei – der Flohmarkt von Stöllnitz hält auch im zehnten Jahr das, was sich die Organisatoren und Gäste von der Veranstaltung versprechen. Möglich wird das nur, durch das Engagement der Stöllnitzer Landfrauen und Unterstützern wie Adolf Leide. Der Grevesmühlener hat sich auf das Holzhandwerk spezialisiert und packte beim Herbstflohmarkt seine Schwibbögen und Fensterlichter aus. „Hier wird alles von Hand gefertigt“, sagt Leide.

Der Grevesmühlener ist Meister im Zimmereihandwerk und hat sich seit seiner Pensionierung auf die Bearbeitung filigraner Schwibbögen und schmuckvoller Formen für Lichterspiele spezialisiert. „Ich bin das ganze Jahr ausgelastet, setzte die verschiedensten Motive in meiner Werkstatt um“, erzählt der Fachmann. Von Massenprodukten, hergestellt mit Laser und Elektrosägen hält er gar nichts. „Sämtliche filigrane Schnitte fertige ich mit der Handlaubsäge“, sagt Leide. Ziegen, Pferde, Störche, Elefanten oder gar Osterhasen – an Motiven mangelt es nicht. Sein aufwendigstes Produkt ist ein Schwibbogen nach erzgebirgischer Art mit 35 Motiven. „Die Vorlagen habe ich bereits zu DDR-Zeiten gesammelt“, sagt er. Dietlinde Busch aus Pokrent fühlt sich von der Auswahl bei Adolf Leide magisch angezogen. „Bei uns ist ein Enkelkind unterwegs. Da suche ich zu Weihnachten ein passendes Licht“, verrät sie. Ihre Wahl fällt auf eine Lampe mit Kindermotiv.

Gehäkeltes und Gestricktes präsentiert Ramona Homburg aus Neuendorf. Besonders die Kindersocken mit ABS-Sohle sind in der Winterzeit gefragt. „Größer geht auch. Sie können gerne eine Bestellung aufgeben“, meint Ramona Hombach und zeigt auf die farbenfroh gestalteten Fußwärmer. Zirka acht Stunden Arbeit erfordert die Herstellung der individuellen Socken. Wer es lieber mit ein wenig Glitzer und somit ganz im Trend mag, der fand in der Strickmützenparade eine Auswahl.

An Besuchern mangelte es nicht im beschaulichen Stöllnitz. „Heute ist voll“, meint Heidrun Rickert. Guter Gradmesser war die Ausgabe des Wruckeneintopfes. „30 Liter wurden gekocht und die waren um 12 Uhr bereits verkauft“, sagt die Stöllnitzerin.

2006 organisierten die Stöllnitzer Landfrauen ihren ersten Flohmarkt. Das dieser zehn Jahre darauf sich weiterhin großer Beliebtheit erfreut, erfüllt die Organisatoren durchaus mit Stolz. Da habe man nie gedacht, meint Rickert. 1000 Gäste dürften am Sonnabend das Markttreiben besucht haben. Jene, die sich mit einem Stand beteiligten, legten als Zahlungsmittel eine selbstgebackene Torte in die Auslage. „Da ist der Eintritt“, meint Rickert. Die Erlöse setzen die 21 Mitglieder der Landfrauengruppe für Vorträge zu aktuellen Themen ein, der Organisation von Fahrten und weiteren bereichernden Aktionen auf dem Lande. Letzteres geht natürlich nicht ohne die Männer. „Denen möchten wir hier mal ein Dankeschön aussprechen“, sagt Rickert. Denn der Auf- und Abbau des Marktes ist echte Teamarbeit mit allen Familien der Mitwirkenden.

 

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erstellt am 14.Nov.2016 | 01:55 Uhr

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