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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

10. Dezember 2016 | 09:56 Uhr

Brand in Gägelow : Feuer-Drama: Eine Gemeinde hilft

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Nach Brand eines Einfamilienhauses rollt in Gägelow Welle der Hilfsbereitschaft an. Feuerwehr kritisiert fehlende Löschwasservorräte

So etwas wünscht man nicht einmal seinem schlimmsten Feind: In der Nacht zum Montag wurde ein Einfamilienhaus in Gägelow Opfer der Flammen. Menschen wurden bei dem Feuer-Drama glücklicherweise nicht verletzt. Doch der Schaden in Höhe von geschätzten mindestens 350  000 Euro ist riesig. In der Gemeinde rollte bereits am frühen Morgen eine Welle der Hilfsbereitschaft für die betroffene Familie an.

„So ein Schaden kurz vor Weihnachten ist für die Familie eine Katastrophe“, sagt Bürgermeister Uwe Wandel. Deshalb habe die Gemeinde nach Rücksprache mit der Wohnungsgesellschaft Gägelow GmbH im benachbarten Proseken schnell neuen Wohnraum für die Brandopfer zur Verfügung stellen können. Koordiniert wird die Hilfsaktion durch Simone Oldenburg. „Erst einmal haben wir die Familie hier im Jugendclub unterbringen können. Ab kommender Woche kann sie dann eine sanierte 2,5-Zimmer-Wohnung beziehen“, so die stellvertretende Bürgermeisterin. Die stehe zwar noch leer, doch nicht mehr lange. Denn die im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen leisten unbürokratisch und auf kurzem Weg Hilfe.

Ein Möbeleinrichtungshaus stellt Betten zur Verfügung, ein Modemarkt hilft ebenso wie ein Schuhgeschäft, ein Technik- oder ein ansässiger Supermarkt. Und auch die ersten beiden Monatskaltmieten für die 2,5-Zimmer-Wohnung in Proseken hat ein Unternehmen bereits für die geschädigte Familie übernommen.

Zeugenaufruf: Bitte um Mithilfe
Bezüglich des Brandes des Einfamilienhauses in Gägelow ist die Polizei auf der Suche nach einer Personengruppe, die sich am Sonntagabend in der Bushaltestelle Woltersdorfer Weg/Birkenweg aufgehalten haben soll. Die Kriminalpolizei Wismar bittet um Hinweise zur Identität der Personen, die für die weiteren Ermittlungen dienlich sein könnten. Mitteilungen sind telefonisch unter 03841/2030, 110 oder über die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de möglich.

„Wir wurden nachts gegen 2 Uhr alarmiert. Als wir ankamen, brannte der Carport bereits in voller Ausdehnung“, sagt Hubert Klüßendorf. Starker Wind hätte nach Aussagen des Einsatzleiters von der Freiwilligen Feuerwehr Gägelow dann dazu geführt, dass sich das Feuer über den Hausgiebel schnell unter das Hausdach verteilte. „Unser Hauptproblem bei den Löscharbeiten war die Wasserversorgung, da in dem Gebiet kein Grundschutz zur Verfügung steht“, kritisiert der Einsatzleiter. Das heißt, es war nicht genügend Löschwasser vorrätig.

Die 60-jährige Ehefrau des Hauseigentümers sowie die beiden vier und sieben Jahre alten Enkelkinder hatten zu diesem Zeitpunkt das Haus bereits verlassen. Der 62-jährige Hauseigentümer und eine Nachbarin versuchten verzweifelt, im Keller die Flammen zu löschen. Eingesetzte Polizeibeamte begleiteten sie daraufhin nach draußen.

55 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Zierow, Barnekow, Hohen Kirchen, Gägelow, Grevesmühlen und Plüschow/ Naschendrof waren mit zwölf Fahrzeugen vor Ort und bis in den frühen Morgen damit beschäftigt, das Feuer zu löschen.

Nach einem Blitzeinschlag in ein Mehrfamilienhaus waren im Juli dieses Jahres auch Familien in Gadebusch ihres Zuhauses beraubt worden.

 

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erstellt am 28.Nov.2016 | 16:15 Uhr

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