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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

05. Dezember 2016 | 15:35 Uhr

Raserei in Stove : Familien wollen mehr Sicherheit

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Einwohner von Stove beklagen Raserei in der Molzahner Straße. Gemeinde will das Thema auf die Tagesordnung setzen

Rennpiste Stove: Dort sorgen sich Familien um die Sicherheit ihrer Kinder, da in der Molzahner Straße offenbar immer häufiger Raser unterwegs sind. Die Stover wollen diesen Zustand nicht länger hinnehmen, wandten sich über den „Heißen Draht“ an die SVZ und machten auf das Sicherheitsproblem in ihrem Ort aufmerksam. Ihre größte Sorge sei, dass dort Kinder aber auch Senioren angefahren und verletzt werden könnten, da die Straße schmal und ein Gehweg nicht vorhanden ist. Mirco Schneider verdeutlicht: „Besonders in der Dämmerung ist das hier fast so wie auf einer Autobahn, viele Pendler fahren zur Arbeit oder kommen von dort zurück.“ Dabei würden manche wie die Wilden fahren. „Eine Entschärfung der Situation ist daher dringend notwendig“, meint zum Beispiel Anwohner Andreas Stier. Derzeit gilt zwar Tempo 50 in der Molzahner Straße. Autofahrer würden aber mit bis zu 80 km/h dort unterwegs sein, schildern Anwohner.

Die Sorgen der Bürger sind inzwischen auch zum Thema in der Gemeindevertretung geworden. Bürgermeister Norbert Baumann und Kommunalpolitiker wie Uwe Kaatz und Doris Hesse machten sich vor Ort ein Bild von der Situation und hörten sich Vorschläge der Einwohner zur Entschärfung der Situation an. Diese reichen von einer Tempobegrenzung auf 30 km/h bis hin zum Bau eines Rad- oder Gehweges. Letzteres wäre wiederum mit Kosten für die Anlieger verbunden und würde auch einen Flächenerwerb voraussetzen.

„Bei unserer nächsten Gemeindevertretersitzung, die voraussichtlich am 15. Dezember sein wird, werden wir das Thema Molzahner Straße erneut auf die Tagesordnung nehmen und erörtern. Uns ist bewusst, dass es eine Gefahrensituation gibt. Wir kümmern uns darum“, kündigt der 2. stellvertretende Bürgermeister Uwe Kaatz auf SVZ-Anfrage an.

Als einen ersten möglichen Schritt könnte es künftig mobile Geschwindigkeitskontrollen an dieser Kreisstraße geben. Sollte sich die Gemeinde dazu entschließen, würde das Amt Rehna umgehend einen entsprechenden Antrag beim Landkreis Nordwestmecklenburg stellen.

Der Ruf nach mehr Sicherheit ist inzwischen eines der Top-Gesprächsthemen in Stove geworden und wird durchaus kontrovers diskutiert. Inzwischen tauchte ein Brief eines anonymen Verfassers auf. Darin unterstellt er einer besorgten Familie, die Molzahner Straße am liebsten wohl in eine Spielstraße umwandeln zu wollen. Wenn man um die Gefahren wisse, solle man diese mit Kindern meiden, so die Empfehlung des unbekannten Absenders. Darüber können Stover wie Thomas Jührs nur mit dem Kopf schütteln. „Ich sehe ganz konkret die Gefahr, dass Kinder in dieser Straße, die auch ein Schulweg ist, angefahren werden“, so Jührs.

 

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erstellt am 30.Nov.2016 | 04:45 Uhr

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