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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

09. Dezember 2016 | 22:19 Uhr

Blutspende in Carlow : Dieser Ort ist eine sichere Bank

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Seit es die DRK-Blutspende gibt, ist Carlow auf dem Tourenplan. Einmal pro Quartal werden hier mindestens 50 Einheiten gespendet

Regelmäßig kommen vier Mitarbeiter vom DRK-Blutspendedienst Schwerin in die kleine Gemeinde. In der Arztpraxis Zeitzmann bauen sie vier Liegen für die Spender auf. „Das wird hier schon seit ewigen Zeiten so gemacht, da war das noch Ambulanzzentrum. Als ich dann nach der Wende hier meine Praxis eröffnet habe, bin ich die Nachfolge angetreten“, sagt Gudrun Zeitzmann.

30 Spenden, jeweils einen halben Liter Blut, muss so ein Ort bringen, damit sich der Aufwand für das DRK lohnt. In Carlow ist das kein Problem - noch nicht. „Wir haben hier natürlich über die Jahre ein gewachsenes Klientel. Da haben schon die Großeltern gespendet und die Kinder von denen die jetzt spenden, kommen oft auch schon mit und spenden dann später, wenn sie alt genug sind“, erklärt DRK-Mitarbeiterin Susanne Kühnemann.

Aber ein gewisser Rückgang sei schon zu merken. Früher hätte man immer mindestens 70 Beutel bekommen, heutzutage seien es 40 bis 50. „Es sind ja viele ältere Spender, die dann auch nach und nach aufhören müssen. Und junge kommen eben nicht genug nach. Viele von ihnen verlassen ja auch die Gegend“, schaut Gudrun Zeitzmann mit etwas Sorge in die Zukunft. In Schlagsdorf gäbe es bereits keine Blutspende mehr, weil zu wenig kommen.

Rommy Wittfoth kommt extra aus Schlagbrügge nach Carlow, um ihr Blut zu spenden. „Ich mache das bereits seit vielen Jahren. Ich hatte zwar mal eine Zeitlang eine Pause einlegen müssen, weil mein Blutdruck zu niedrig war, aber jetzt geht es wieder“, erklärt die 52-Jährige. Sie versuche, regelmäßig zu spenden, so zwei- bis dreimal im Jahr. Ihr Ehemann gehe ebenfalls regelmäßig zur Blutspende beim DRK.

Spenden kann prinzipiell jeder ab 18 Jahren. Vorausgesetzt, dem steht medizinisch nichts im Wege. Die Alters-Obergrenze wurde bereits etwas heraufgesetzt. Sie beträgt nicht mehr 65 sonder 70 Jahre, mit Ausnahme von Erstspendern. Diese dürfen maximal 60 Jahre alt sein. Für die eigentliche Blutspende muss man mit den obligatorischen Voruntersuchungen einschließlich Arztgespräch etwa 30 Minuten Zeit einplanen. Nach der Blutentnahme erwartet die Spender ein Imbiss.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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