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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

25. März 2017 | 06:57 Uhr

Einbruch in Lützow : Diebe sind bisweilen wählerisch

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Sägen, Sensen, Heckenscheren – Einbrecher stehlen in Lützow gezielt nur ganz bestimmte Geräte. Polizei tappt noch im Dunkeln

Ihr Ehemann wollte Sonnabendfrüh gerade zur Arbeit nach Gadebusch fahren, da entdeckte er, dass in sein Geschäft eingebrochen war. Das erzählt Regina Borchert noch ganz geschockt. Gemeinsam betreibt das Ehepaar zwei Geschäfte für Fahrräder und Gartengeräte sowie Zweiräder und Autozubehör, eins in Gadebusch und eins in Lützow. Hier wohnen die Borcherts auch, in einem Wohnhaus gleich hinter dem Geschäft. „Wir haben nichts mitbekommen. Nur, dass wohl jemand versucht hat, durch das Tor auf den Hof zu kommen. Aber das ist nachts abgeschlossen“, sagt die Ladenbesitzerin. Sie ist sichtlich froh, dass die Einbrecher nicht in ihr Privathaus eingedrungen sind.

So wählten die Diebe ein kleines, quadratisches Fenster auf der Vorderseite des Ladens, direkt neben der Eingangstür. „Die Polizei hat gesagt, sie haben ein Brecheisen benutzt“, berichtet Regina Borchert. Allerdings sei die Glasscheibe zerstört und die Scherben sauber aus dem Rahmen heraus genommen worden. Ungewöhnlich sei auch, dass diese dann ein wenig weiter weg von Wand und Zuwegung sauber abgelegt wurden.

Als die Täter dann in dem Gebäude waren, müssen sie ganz gezielt auf bestimmte Beute abgesehen haben. „Die haben nur Kettensägen, Heckenscheren und Motorsensen mitgehen lassen. Und nur solche mit Verbrennungsmotor. Die mit den Elektromotoren haben sie da gelassen“, wundert sich die Unternehmerin. Auch Rasenmäher oder irgendwelche Kleingeräte oder Zubehör seien nicht beachtet worden. Einzig im Büro hätten die Diebe Schranktüren und Schubladen geöffnet, vermutlich auf der Suche nach Bargeld. „Aber es wurde nichts durchwühlt oder verwüstet, auch nicht auf dem Dachboden, wo sie auch waren“, ist Borchert zumindest darüber erleichtert.

Insgesamt erbeuteten die Täter Gartengeräte im Verkaufswert von rund 3  700 Euro. Hinzu kommt das zerstörte Fenster. Die Kriminalpolizei habe zwar Spuren gesichert, so die Geschäftsinhaberin, aber wohl nicht viel gefunden. „Im Hinblick auf unser ermittlungstaktisches Vorgehen kann ich leider keine Aussagen dazu machen“, war von Kriminalhauptkommissar Axel Köppen von der Polizeiinspektion Wismar zu erfahren. Die Polizei freue sich aber über Hinweise aus der Bevölkerung, wenn jemand in diesem Zusammenhang in der Nacht von Freitag auf Sonnabend etwas Verdächtiges beobachtet beobachtet hat. Die Gadebuscher Beamten nehmen diese unter Telefonnummer 03886/7220 entgegen.

Für die Borcherts indes ist dieser Einbruch ein Déjà-vu: „2003 wurde schon mal bei uns eingebrochen“, erinnert sich Regina Borchert. Nun hoffen die Geschäftsleute, dass ihre Versicherung den Schaden zahlt. Und für die Zukunft? „Ich weiß noch nicht, wie wir uns besser schützen sollen. Man hat uns geraten, die Fenster zu vergittern. Na und, dann reißen sie die mit einem Fahrzeug raus. Das ist doch ein ewiger Wettlauf“, sagt die Ladeninhaberin resigniert. Und auch daran, dass die Polizei die Täter findet, glaubt sie nicht.

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erstellt am 01.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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