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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. Mai 2016 | 19:36 Uhr

Rehna : Die Kita wird jetzt teurer

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mindestlohnregelungen wirken sich auf monatliche Beiträge aus. Krippenplatz in Rehna steigt um 12,48 Euro

Die Betreuungskosten für Kinder werden zum 1. April angepasst. Das geht aus den so genannten Entgeltverhandlungen zwischen den Trägern der Einrichtungen, dem Landkreis und den jeweiligen Kommunen hervor.

„Aktuell informieren wir unsere Gemeinden darüber, dass die Beiträge steigen werden und das im Vergleich zu den Vorjahren teils drastisch“, sagt Rehnas Hauptamtsleiter Bernd Karnatz. Er vertrat die Kommunen des Amtsbereiches bei den Verhandlungen für fünf Einrichtungen.

Ein Ganztagsbeispiel: Für die 94 Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte des JHZ in Rehna steigt der monatliche Elternbeitrag um 4,50 Euro, für den Hort (86 Kinder) um 4,28 Euro. Am stärksten ziehen die Betreuungsgelder in der Krippe (31 Kinder) um 12,48 Euro je Kind und monatlich an.

„Diesen Veränderungen liegen Lohnanpassungen beim Personal sowie den externen Dienstleistern zu Grunde“, sagt Holger Glatz, Geschäftsführer des Jugendhilfezentrums „Käthe Kollwitz“. Insbesondere die Mindestlohnregelung bei den Reinigungsfirmen wirke sich aus. „Die Erhöhungen wirken sich in den Einrichtungen unterschiedlich aus und stehen in Abhängigkeit vom Arbeitsaufwand und Betreuungsschlüssel. Der ist in der Krippe bekanntermaßen am höchsten“, so Glatz. Auch das Jugendhilfezentrum werde die Eltern zum 1. April über die Veränderungen informieren. Aktuell betreut der Träger verschiedener Einrichtungen zirka 1500 Mädchen und Jungen vom Krippenalter bis zum Schulhort.

Die Einrichtungen im Amtsbereich Rehna sind nur ein Beispiel. Entgeltverhandlungen wurden für alle Kindereinrichtungen geführt, wenn der Träger dies beantragt hat. Teurer muss es zwangsläufig nicht immer werden, meint Karnatz. Er verweist dabei auf die positive Entwicklung beim Waldkindergarten Dechow: „Die Einrichtung hat sich gut entwickelt. Die Zahl der Kinder stieg von acht auf 15 zum 1. März.“ Folglich müssen Eltern für einen Teilzeitplatz statt 193,31 Euro jetzt 152,49 Euro monatlich zahlen.

Bei der Berechnung der Elternbeiträge gilt nach wie vor die 50-Prozent-Regelung. Das bedeutet: Land und Kreis zahlen einen festen Beitrag. Die Differenz teilen sich Eltern und ihre jeweilige Kommune zu gleichen Teilen. „So die Festlegung“, sagt Karnatz.

Für Kleinstädte wie Rehna hat dies Auswirkungen auf die Haushaltslage. Bei rund 211 zu betreuenden Kindern wird die Kommune voraussichtlich 1000 Euro zusätzlich im Monat und bis Jahresende 2015 insgesamt rund 9000 Euro zusätzlich aufbringen müssen.

 

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erstellt am 12.Mär.2015 | 00:00 Uhr

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