zur Navigation springen

Gadebusch-Rehnaer Zeitung

08. Dezember 2016 | 21:06 Uhr

gadebusch : Deutsche Sprache, schwere Sprache

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

„Luther-Koffer“ soll in Schulen unterstützend im Deutsch-Unterricht, aber auch Geschichte und Religion eingesetzt werden

„In einem Jahr hab ich mal 15 Monate durchgespielt.“ Grenzenlose Übertreibung oder einfach nur schlechtes Deutsch? Wie dem auch sei. Dieser Spruch gehört sicher zu den besten, die Franz Beckenbauer während seiner Fußballer-Karriere vom Stapel gelassen hat. Und als solcher hält dieser nun sogar Einzug in den „Luther-Koffer“, der Schülern im Landkreis ab sofort den Umgang mit der heutigen deutschen Sprache erleichtern und darüber hinaus deren geschichtlichen Ursprung näher bringen soll.

„Auf gut deutsch - Luther und die deutsche Sprache“ steht auf dem Alukoffer, der verschiedene Bausteine für verschiedene Projekte enthält. 21 Module. Einzeln, aber auch gekoppelt für schulische Projekte einsetzbar. „Ein Jahr vor dem Reformationsjubiläum soll der Koffer helfen, den Einfluss Martin Luthers auf die deutsche Sprache zu klären“, sagt Petra Glass vom Kreismedienzentrum Nordwestmecklenburg. Dort wurde dieses Projekt entwickelt und bereits in den ersten Schulklassen erfolgreich getestet. Vom Ursprung her eigentlich für die Klassenstufen 3 bis 7 gedacht, hätten sich darüber hinaus sogar Elftklässler aus Grevesmühlen dafür begeistert.

Die einzelnen Module decken verschiedenste, interessante Themen ab. Angefangen bei einem Einführungsfilm über Sprichwörter und deren Ursprung, die Übersetzung der Bibel durch Luther, eine Sprachwerkstatt, die Bedeutung der Sprache und deren richtiger Einsatz in Konflikten, bis zu gutem Benehmen oder aber eingangs erwähnten Wortunfällen, wie beispielsweise von Franz Beckenbauer.

Anfordern kann den „Luther-Koffer“ jede Schule des Landkreises, egal ob in kommunaler oder privater Trägerschaft. „Eines ist aber ganz wichtig: Wir verleihen den Koffer als solchen nicht“, sagt Sylvia Bruse. Die Projekte würden im Vorfeld mit den anfordernden Schulen gemeinsam besprochen. Den Unterricht machen die Lehrer, die Mitarbeiter des Medienzentrums begleiten diesen am Ort und peppen den Unterricht lediglich auf. 

zur Startseite

von
erstellt am 18.Nov.2016 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen