zur Navigation springen

Gadebusch-Rehnaer Zeitung

11. Dezember 2016 | 01:14 Uhr

Utecht : Brücken-Dilemma sorgt für Ärger

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Utechter fürchten monatelange Sperrung des Wakenitz-Bauwerks und kritisieren „katastrophale Informationspolitik“ ihrer Nachbarn

Die für 2015 geplante Sperrung der Wakenitzbrücke hat bei zahlreichen Einwohnern von Utecht und umliegender Ort für Ärger und Kopfschütteln gesorgt. Fast, so hat es den Anschein, hätten sie das Brücken-Dilemma auf sich zukommen sehen. Denn immer wieder hatten sie auf eine kleinere Brückenbau-Lösung mit Tonnage-Begrenzung gedrängt. Doch zu sehen bekamen sie, wie die Holzbrücke von 1926 (Foto) abgerissen und eine moderne Stahlbogenbrücke mit 60 Tonnen Traglast über die Wakenitz gespannt wurde. Und zu hören bekamen sie Sätze wie „Die neue Brücke hält 100 Jahre“.

Fünf Jahre nach der Einweihung der zwölf Meter breiten und 36 Meter langen Brücke weist sie diverse kleinere Schäden aber auch größere an den Widerlagern auf. Die für rund zwei Millionen Euro errichtete Brücke ist also ein Fall für Reparatur-Trupps und muss für eine Sanierung voraussichtlich wieder angehoben werden (SVZ berichtete). Einwohner von Utecht und umliegender Orte fürchten 2015 eine monatelange Sperrungen inklusive kilometerlanger Umwege.

Was Utechter ebenfalls in Rage versetzt, ist eine Informationspolitik, die an der Landesgrenze zu MV scheinbar endet. So wurden sie auch nicht darüber informiert, dass derzeit die alte Bundesstraße 207 bei Pogeez (Schleswig-Holstein) zurückgebaut wird. Die Folge: Tausende Autofahrer weichen derzeit über Utecht aus, wo man sich über das plötzlich gestiegene Verkehrsaufkommen nur wundert. Andreas Spiewack, Utechter Bürgermeister und Rehnaer Amtsvorsteher, ist entsprechend verärgert. „Es ist eine Schande, dass es 25 Jahre nach der Wende zwischen zwei Bundesländern eine derart schlechte Informationspolitik gibt. Ein Vierzeiler über ein Bauprojekt mit nachvollziehbaren Gründen an die Nachbargemeinde hätte gereicht. Das hätte ich von einem vernünftigen Nachbarn jenseits erwartet. Aber es kam nichts.“

zur Startseite

von
erstellt am 16.Sep.2014 | 23:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen