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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

26. Mai 2016 | 08:49 Uhr

Falsche Schornsteinfeger : Betrüger lassen nicht locker

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

93-jähriger Frau wurden 200 Euro gestohlen

Falsche Schornsteinfeger sind weiterhin in Nordwesmecklenburg unterwegs und haben mit ihrer Masche offenbar Erfolg. Nachdem sie zunächst in Hindenberg 200 Euro bei einer 93-jährigen Damen erbeuteten (SVZ berichtete), machten sie auch in Kasendorf Kasse. „Sie gaben sich dort als Schornsteinfeger aus und beabsichtigten die Messwerte der Feuerstelle zu kontrollieren. Für ihren fünf Minuten Aufwand forderten sie dann 50 Euro ein“, so Jürgen Durst vom Polizeirevier Gadebusch. Nach SVZ-Informationen sollten offenbar auch Senioren in Paetrow und im Bereich Plüschow hereingelegt werden. Erste Hinweise zu den Betrügern liegen inzwischen vor. „Sie nutzten einen weißen VW Caddy mit NI-Kennzeichen und Schornsteinfeger-Logo“, erklärt Jürgen Durst. Die Abkürzung NI steht für Nienburg an der Weser.

Die Schornsteinfeger-Innung warnt ebenso wie die Polizei, keine Fremden in die Wohnung zu lassen. „Zu Messungen und Kehrungen melden wir uns vorher an“, verdeutlicht der Gadebuscher SchornsteinfegermeisterArne Schlien. Er spricht von einem riesigen Schaden, den die falschen Glücksbringer anrichten. „Die Betrüger missbrauchen das Vertrauen unserer Kunden“, so Schlien.

Wer unsicher ist, könne auch beim Ordnungsamt nachfragen. In Feuerstätten-Bescheiden sind zudem der Name und die Telefonnummer des Bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers aufgeführt. Schlien rät, keine Barzahlungen vorzunehmen. Denn für Dienstleistungen versenden Schornsteinfeger Rechnungen.

Auf das Konto der falschen Schornsteinfeger gehen möglicherweise weitere Straftaten. So fiel Mitte Oktober ein 82-jähriger Mann in Güstow auf einen falschen Schornsteinfeger herein. Der vermeintliche Glücksbringer fragte den 82-Jährigen beim Laubfegen, ob es nicht besser sei, die Bäume zu fällen. Er könne eine Fällgenehmigung besorgen, wenn der Gadebuscher ihm Geld gebe. Geld und Täter sind weg.

Rund zwei Wochen danach wurden in Nordwestmecklenburg erneut ältere Menschen hinters Licht geführt. Damals erbeuteten die falschen Schornsteinfeger in Zierow und Upahl Schmuck und Bargeld in unbekannter Höhe. Eine 79-jährige Frau sowie ein älteres Ehepaar wurden Opfer dieser falschen Glücksbringer.


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