zur Navigation springen

Gadebusch-Rehnaer Zeitung

27. März 2017 | 04:44 Uhr

Wismar : Angriff auf Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Flaschenwurf auf zwei Flüchtlinge in Wismar. Rund 300 Teilnehmer bei „Gemeinsam für die Heimat“-Demo

Eigentlich schien alles friedlich verlaufen zu sein: Rund 300 Demonstranten machten am vergangenen Sonnabend ihrem Unmut gegen „die gescheiterte Asylpolitik“ Luft und zogen unter dem Motto „Gemeinsam für die Heimat“ durch Wismar. Auf der Gegenseite boten zahlreiche Vereine, Verbände und Parteien ein buntes Gegenprogramm und hießen Interessierte und Flüchtlinge auf dem Wismarer Marktplatz willkommen. Interessierte konnten sich an verschiedenen Ständen über die aktuelle Thematik Flüchtlinge informieren und darüber diskutieren. Besonders die Willkommenstafel in der Nikolaikirche sei mit 500 Teilnehmern laut der Gleichstellungsbeauftragten der Hansestadt Wismar, Petra Steffan, in voller Erfolg gewesen.

Gegen 17.30 Uhr hatte sich der Mob vom Treffpunkt ZOB zu einem „Spaziergang durch die Stadt“ in Bewegung gesetzt. Zwar versuchten Gegendemonstranten zweimal, den Demo-Zug mit einer Sitzblockade aufzuhalten, jedoch handelte die Polizei und führte den Zug an den Schwarzgekleideten vorbei. Zwar kam es zu verschiedenen verbalen Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten, jedoch sei die Demo alles in allem „verhältnismäßig friedlich“ abgelaufen, erklärte Polizeisprecher André Falke auf Nachfrage. Im Nachgang sei es jedoch laut Falke rund zwei Stunden später zu einer Auseinandersetzung zwischen vier Rechtsextremen und zwei Flüchtlingen aus Eritrea gekommen: Die vier Demonstrationsteilnehmer versuchten, die zwei Flüchtlinge mit einer Flasche zu verletzen, was jedoch glücklicherweise misslang. Die zur Stelle gerufenen Polizisten konnten die Personalien der Flaschenwerfer feststellen und leiteten ein Strafverfahren wegen versuchter Körperverletzung ein.

 

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.
 

zur Startseite

von
erstellt am 06.Sep.2015 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen