zur Navigation springen

Gadebusch-Rehnaer Zeitung

06. Dezember 2016 | 18:57 Uhr

Garagenanlage in Gadebusch : Ärger mit Astwerk und Bauholz

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Garageninhaber wünschen sich stärkere Unterstützung bei der Pflege des Areals am Wakenstädter Weg

Freie Sicht auf die Garagen und ein besserer Zugang mit Technik für die Rasenmahd. Ihrer Forderung ließen Heinz Ulfig, Giesbert Schneider und Hans-Achim Hildebrandt mit weiteren Nutzern der Garagenanlagen am Wakenstädter Weg Taten folgen. Nach mehreren Arbeitseinsätzen in den zurückliegenden Tagen stapeln sich Grünschnitt, Äste und Teile einer Brombeerhecke an der Hanglage des Komplexes. Aus ihrer Sicht fehlt es bislang aber an Unterstützung durch die Stadt Gadebusch. Somit wandte sich das Trio an den „Heißen Draht“ der SVZ.

„Eigentlich muss die Stadt das Areal freihalten. Aber die lässt nur Flächen mähen, die von der Straße aus einsehbar sind“, sagt Hans-Achim Hildebrandt. Heinz Ulfig findet zudem die Arbeitsorganisation merkwürdig: „Da wird hier mal ein Streifen gemäht, dann wieder an einer anderen Stelle. Es muss doch möglich sein, einmal alles komplett zu pflegen.“

Nun stapeln sich Grünschnitt, Flaschen, Papier und Kunststoffe. Man habe Eigeninitiative gezeigt und jetzt müsse die Kommune mit dem Bauhof doch endlich alles abfahren, meinen Hildebrandt, Schneider und Ulfig. „Heute ist Freitag und nichts passiert“, so die Garagennutzer.

Bauhofchef Uwe Tews begrüßt grundsätzlich die Initiative der Pächter, macht aber ebenso deutlich: „Wir haben erst in dieser Woche über die Pflegearbeiten gesprochen und dabei deutlich gemacht, dass wir den Grünschnitt als Bauhof beräumen. Das wird auch so passieren.“ Dass man am Wakenstädter Weg nun künstlich Druck aufbaue sei nicht fair. Denn früher, als die Garagen sich in Besitz ihrer Nutzer befanden, waren diese selbst für die Pflege verantwortlich. „Die Stadt ist nicht wirklich froh darüber, dass per Gesetz die Garagen an die Kommune überführt wurden“, so Tews. Dadurch wurde das Aufgabenpaket größer. In Bezug auf die Bauwerke am Wakenstädter Weg sei aber in der zurückliegenden Zeit mehr passiert. Nach einem Einbruch sanierte die Kommune dort in einem Abschnitt das Dach komplett. „Solche Maßnahmen sind auch in Zukunft möglich, wenn sich die Nutzer untereinander absprechen und sich zusammenfinden“, sagt Tews. In puncto Grünschnitt wird der Bauhof wie besprochen das Abfahren natürlich übernehmen.

An Aufgaben mangelt es nicht. Wenige Meter weiter, zwischen Garagen und Feuerwehr, wird am heutigen Abend das Herbstfeuer durch die Brandschützer entfacht. Eine Aktion, die zahlreiche Gadebuscher anzieht. Das Problem: Die Feuerstelle hat sich in den vergangenen Wochen erneut zum Schrottplatz entwickelt. „Sie müssen mal sehen, was dort alles abgelegt und angezündet werden soll“, sagt ein Garagennutzer, der namentlich nicht in Erscheinung treten möchte. Es sei doch ein Unding, dass getränktes Holz und Grünschnitt dort verbrannt werden soll. „Wir dürfen nicht einmal im Garten ein Feuer machen und hier zündet man öffentlich u. a. Bauplatten an“, so der Gadebuscher.

Sebastian Otto, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Gadebusch, weist jede Kritik diesbezüglich zurück. „Die für uns abgelegten Paletten sind unbedenklich und wurden bereits am Gerätehaus aufgestapelt. Bei dem, was aktuell dort zu sehen ist, handelt es sich um Holz, welches die Bürger unerlaubt ablegen.“ Selbst ein von der Stadt aufgestelltes Schild finde kaum Beachtung. Die Folge: Der Bauhof Gadebusch kontrollierte bereits zweimal die Ablagestelle, sammelte augenscheinlich belastetes Holz heraus. „Das können wir nicht jeden Tag machen“, sagt Tews. Die Unvernunft der Menschen führe zu derartigen Situationen.

Vor diesem Hintergrund wird ab dem kommenden Jahr sämtliches Holz für das Brauchtumsfeuer der Wehr auf dem Amtshof oder dem abgeschlossenen Areal der Feuerwehr gesammelt. „Das bedeute mehr an Aufwand, scheint allerdings nicht anders realisierbar zu sein“, sagt Otto.  

zur Startseite

von
erstellt am 30.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen