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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

29. September 2016 | 01:54 Uhr

Zwischen Rehna und Poel : 190 Millionen Euro für den Ausbau der Datenautobahn

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Allein im Amtsbereich Rehna sollen zwischen 35 und 40 Millionen Euro investiert werden

Im Landkreis Nordwestmecklenburg soll in wenigen Monaten das große Buddeln beginnen. Denn mit Hilfe eines millionenschweren Bundesprogramms soll die Region an die Datenautobahn angeschlossen werden. „Das gesamte Investitionsvolumen für den Landkreis beträgt rund 190 Millionen Euro“, sagt Landrätin Kerstin Weiss.

Die Finanzierung für die ersten drei Gebiete stehe bereits zu 100 Prozent. Davon profitieren die Amtsbereiche Rehna, Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen sowie Lützow-Lübstorf. Künftig soll hier das Surfen im Internet mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde möglich sein. Weitere Gemeinden sollen folgen, so dass eine flächendeckende Breitband-Versorgung geschaffen werde.

Allein im Amtsbereich Rehna sollen innerhalb von zwei Jahren zwischen 35 und 40 Millionen Euro in eine bessere technische Infrastruktur investiert werden. „Wir werden hierfür alles Notwendige in die Wege leiten, damit dies auch erfolgen kann“, sagt der Rehnaer Verwaltungschef Hans-Martin Buschhart. Zu den ersten Gemeinden in diesem Amtsbereich zählen Utecht, Thandorf, Schlagsdorf, Königsfeld, Carlow und die Stadt Rehna. In einer zweiten Runde sollen Dechow, Rieps, Holdorf, Wedendorfersee und Groß Molzahn an die schnellere Datenautobahn angeschlossen werden.

Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Millionen-Investitionen fällt den Landkreisen in MV zu. Sie koordinieren den Ausbau, sind Fördergeldempfänger und verantwortlich für die Nachweisführung und Bauüberwachung. Kommunen wiederum sollen dazu beitragen, dass während der Bauarbeiten Straßen gesperrt, Grabungsarbeiten ermöglicht und Durchschüsse durch Straßen gewährleistet werden. „Das ist dann das täglich Brot der einzelnen Gemeinde. Da wird es viel Koordinationsaufwand geben“, sagt Dr. Heiko Sieraf vom Innenministerium MV.

Besonders profitieren sollen von dem Breitband-Ausbau die ländlichen Regionen. „Aktuell verfügen dort knapp 15 Prozent der Haushalte über schnelles Internet. Durch den Ausbau der Infrastruktur allein in den bereits sicher finanzierten 77 Projektgebieten werden es 82 Prozent sein“, so Infrastrukturminister Christian Pegel. Sollte dies gelingen, würde sich MV im Länderranking vom derzeit 13. auf den 4. Platz katapultieren. Eine bessere Breitbandversorgung hätten dann nur noch Hamburg, Bremen und Berlin, verdeutlicht Referatsleiter Eckhard Riege. Bis 2018 soll dieses Ziel erreicht werden.

 

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erstellt am 15.Sep.2016 | 04:45 Uhr

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