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Lokales

21. Dezember 2014 | 17:29 Uhr

Die Königin aus dem Brutschrank

vom

Bantin | Die Imker im Land beklagen hohe Verluste an ihren Bienenvölkern. Nach den Worten von Dr. Winfried Dyrba, dem Chef des Bantiner Bienenzuchtzentrums, sind auf Landesebene bis zu 30 Prozent Verluste aufgetreten, zehn Prozent wären normal. Die Ursache dafür sind der Befall mit Varroa-Milben und die Einwirkung weiterer Schadfaktoren sowie der lange Winter.

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Die Imker im Land benötigen Bienenköniginnen, um ihre Völker aufzubauen bzw. zu reproduzieren. Die Nachfrage nach Bienenköniginnen ist derzeit sehr groß. Doch bevor die Reproduktion des Bienenvolkes beginnen kann, müssen die Bienenköniginnen, auch Weiseln genannt, befruchtet werden. Das geschieht einerseits auf natürliche Weise beim so genannten Hochzeitsflug. Bei dem verpaart sich die Königin mit mehreren männlichen Bienen (Drohnen) im freien Flug.

Technische Besamung erfolgt unter dem Mikroskop

Eine andere Möglichkeit, die die Bantiner Bienenspezialisten anwenden, ist die technische Besamung der jungen Bienenköniginnen. Von gekörten Völkern sind dafür Drohnen (männliche Bienen) und eine Bienenkönigin notwendig. Von den geschlechtsreifen Drohnen wird unter dem Mikroskop Sperma entnommen und damit die narkotisierte Königin befruchtet. In der vergangenen Woche wurde so in Bantin über 150 Königinnen technisch besamt. Christa Winkler hat als Besamungstechnikerin jahrzehntelange Erfahrungen, sie hilft den Bantinern in jedem Jahr bei der technischen Besamung der Königinnen. Dr. Dyrba empfiehlt den Imkern jetzt, möglichst schnell Ableger von Bienenvölkern zu bilden. Ab der Sommersonnenwende, wenn die Tage wieder kürzer werden, lässt die Tracht allmählich nach, was bewirkt, dass die Bienen das Fortpflanzungsgeschehen im Bienenstock zurück fahren. Die Imker, die in Bantin Bienenköniginnen geordert haben, bekommen per Post die Königinnen mit einem kleinen Hofstaat zugesandt.

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erstellt am 23.Jun.2010 | 07:08 Uhr

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