zur Navigation springen

Bützower Zeitung

30. September 2016 | 15:28 Uhr

Zepelin : Wehren schließen sich zusammen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Kameraden in Zepelin und Oettelin sind fortan eine große Truppe mit einem Wehrführer und zwei Stellvertretern

Schon lange stand die Idee im Raum, jetzt wurde sie in die Tat umgesetzt: Die freiwilligen Feuerwehren Zepelin und Oettelin sind zu einer Gemeindewehr verschmolzen. Die Führung übernimmt Christian Marschall, auf die beiden Stellvertreterposten wurden Nick Hartmann und Daniel Grigull gewählt.

„Der Gedanke, eine Gemeindewehr zu machen, ist schon alt. Das ist aber immer wieder gescheitert“, sagt Bürgermeister Hans Liesegang (AfD). Mit der Zusammenlegung beider Truppen sollten langfristig vor allem Kosten gespart werden. „Zwei Wehrführer bedeuten natürlich auch doppelte Ausgaben“, so Liesegang. Der Anstoß für die Umsetzung des lang gehegten Plans entstand letztlich aus einer personellen Zwangslage heraus. Denn schon Anfang des Jahres zeichnete sich ab, dass die Zepeliner Wehr auf eine führungslose Zeit zusteuert. Grund dafür war das Ausscheiden des Wehrführers und seines Stellvertreters aus Alters- beziehungsweise beruflichen Gründen. Für die Oetteliner Wehr spitzte sich die Situation zu, als ihr Wehrführer Dirk Kretschmann unerwartet verstarb.

Angesichts dessen habe es auf der Hand gelegen, die Zusammenlegung beider Wehren wieder verstärkt anzugehen, sagt Hans Liesegang. Vier Kameraden hätten sich zur Wahl gestellt, drei waren schließlich auf die nötigen Stimmen für die Führungspositionen gekommen.

Nick Hartmann, der vor zwei Jahren von Rostock nach Zepelin gezogen ist, hat einen der beiden Stellvertreterposten übernommen. „Ich wurde von den Kameraden gefragt, ob ich eine führende Position übernehmen möchte. Ich wollte nicht, dass alles ins Stocken gerät und habe mich gleich bereit erklärt“, sagt der 28-Jährige.

Auch der praktische Teil der Zusammenlegung ist bereits in vollem Gange. So sind die Kameraden bereits dazu übergegangen, ihre Übungen gemeinsam abzuhalten – abwechselnd in Zepelin und Oettelin. „Ab 2017 soll dann einmal im Monat eine gemeinsame Ausbildung stattfinden“, sagt Nick Hartmann. Die Zusammenarbeit funktioniere sehr gut, so der stellvertretende Wehrführer.

Inwiefern durch diesen Schritt in Zukunft auch die Gesamtkosten für die Feuerwehr sinken werden, steht trotz allem aber noch nicht fest. Die bislang pro Haushaltsjahr veranschlagten 12 000 Euro würden erst einmal nicht wesentlich reduziert, sagt Hans Liesegang. Das gesparte Geld werde unter anderem in notwendige Lehrgänge für die Kameraden investiert.

zur Startseite

von
erstellt am 21.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen