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Bützower Zeitung

26. September 2016 | 17:37 Uhr

Bützow : Vollsperrung sorgt für Unmut

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Seit Ende August wird die Landstraße 11 in Vollsperrung restauriert. Ortsansässigen sind genervt über lange Umwege

Das Navigationsgerät empfiehlt, rechts abzubiegen. Das ist schwer möglich, wenn die Straße sowohl rechts als auch links mit rot-weißen Barken abgesperrt ist. Und eine Umleitung? Die ist nicht zu sehen.

So oder zumindest so ähnlich ergeht es seit Ende August vielen Ortsansässigen und Besuchern in Bützow und Umgebung. Seit die Landesstraße 11 wegen Sanierungsarbeiten zwischen Bützow und Jürgenshagen komplett gesperrt ist, wird die kurze Tour in Richtung A 20 zu einer landschaftlich geprägten Serpentinenfahrt mit Gruselfaktor - nämlich genau dann, wenn eine tonnenschwere Landwirtschaftsmaschine einem Pkw-Fahrer entgegenkommt.

Problematisch wird es zudem, wenn eine Ausschilderung quasi nicht existiert und die Strecke schwer befahrbar ist. „Ich überlege mir dreimal, ob ich losfahre“, sagt Britta Claudia aus Bernitt. Normalerweise benötigt sie zehn Minuten bis nach Bützow. Nun wird die Fahrt in die Stadt zur Gedulds- und Nervenprobe. Die Frage, die sich die junge Frau stellt: „Wieso muss alles auf einmal aufgerissen werden? Hätte man es nicht den Anwohnern auch in kleinen Häppchen zumuten können?“

„Nein“, ist die klare Antwort vom zuständigen Bauüberwacher Thomas Gottschall aus Güstrow. Um die Sanierung so effektiv und schnell wie möglich zu realisieren, sei eine Vollsperrung nötig. Hierbei gehe es auch um die Sicherheit der Bauarbeiter. Den Unmut der Anwohner kann er nachvollziehen, findet ihn aber nicht gerechtfertigt. „Die Leute sind auf eine heile Straße angewiesen“, sagt Gottschall. Das Land sei in der Pflicht, die marode Stecke wieder in Schuss zu bringen.

Ein Grund für die dringende Reparatur war zum Beispiel auch die Entfernung eines Unfallschwerpunktes nahe Langen Trechow. Dort habe es mehrere Unfälle gegeben, leider auch mit tödlichem Ausgang, so Gottschall.

Ortsansässige nutzen nach wie vor auch die alten Wege zur Landesstraße, fahren über die Baustelle, auch weil Absperrungen nur halbherzig aufgestellt sind. Gefährlich für die Pkw sind dabei die hohen Absätze. Die entstehen durch das Abfräsen der Straßendecke. Das Befahren des Baustellenbereiches ist aber gar nicht erlaubt, betont Gottschall.

Wie lange wird die Sperrung noch dauern? „Sollte es keine witterungsbedingte Verzögerungen geben, wird der Zeitplan eingehalten und die Straße Ende dieses Monats wieder befahrbar sein“, sagt Gottschall. Das Land investiert rund 1,2 Millionen Euro.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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