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Bützower Zeitung

09. Dezember 2016 | 12:36 Uhr

Senioren-Wohnanlage in Bützow : Vision vom guten Miteinander

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Heinz Meemken plant eine Senioren-Wohnanlage an der Wolker Chaussee. Die Pläne stehen - jetzt wird gerechnet

Heinz Meemken hat eine Vision. Ältere und jüngere Menschen wohnen gemeinsam nebeneinander, selbstbestimmt und gehen sich zur Hand, wenn sie Hilfe benötigen. Und das zu günstigen Mietpreisen. Das alles soll aber nicht nur ein Traum bleiben, sondern der Unternehmer aus Moltenow hat bereits konkrete Pläne. An der Wolker Chaussee in Bützow hat er ein Grundstück erworben und möchte dort eine Senioren-Wohngemeinschaftsanlage bauen. Dafür haben die Stadtvertreter die Erstellung eines „Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes“ beschlossen. Heinz Meemken selbst hat ein Projekt erstellen lassen und bereits Ausschreibungen in Auftrag gegeben, um zu prüfen, ob die Pläne zu realisieren sind. Bis Anfang kommenden Jahres möchte er alle Zahlen auf dem Tisch haben.

Er sei bekennender Katholik, so Meemken. Er habe immer mal wieder eine ältere Dame, die auf dem Dorf wohnte, mit zum Gottesdienst nach Bützow mitgenommen. Und er habe erfahren, wie sie wohnt. Da sei ihm die Idee gekommen, eine solche Wohnanlage in Bützow zu errichten. „Und das in der Nähe der Kirche“, erzählt Heinz Meemken. Durch ein Zufall sei er dann auf die Fläche an der Wolker Chaussee aufmerksam geworden. Mittlerweile hat er das Areal, eine Gartenanlage in der aber schon viele Parzellen leer standen, erworben und überplant.

Vorgesehen sind insgesamt 30 Wohnungen, die meisten nicht größer als etwa 50 Quadratmeter und die über eine Terrasse verfügen, so Meemken. Gebaut werden soll ein Atrium, also ein großer Innenhof mit Glasdach, an dem die Wohnungen an alle vier Seiten „angedockt“ werden, wie Meemken erklärt. Die Wohnungen seien nicht nur für Senioren gedacht, sondern auch für Menschen zum Beispiel um die 50. „Wenn die Kinder aus dem Haus sind und das Haus zu groß geworden ist“, erklärt der Moltenower. Dabei sollen die Mietpreise niedrig ausfallen, denn er rechnet damit, dass es künftig immer schwieriger wird, bezahlbaren Wohnraum zu bekommen, insbesondere für Menschen mit niedrigen Einkommen. „Ältere und etwas Jüngere sollen zusammen wohnen, sich wohl fühlen, wie in einer Großfamilie. Der Grundsatz soll sein, dass man sich gegenseitig hilft“, so die Vorstellungen des Investors. Dazu soll ein Verein gegründet werden, der die Wohnanlage betreibt. In dem Komplex sind auch eine Gaststätte, Tiefgaragen und Gemeinschaftsräume vorgesehen. Heinz Meemken hofft, dass er seine Idee umsetzen kann. Bis Januar kommenden Jahres sollen dafür alle Berechnungen vorliegen.

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erstellt am 14.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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