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Bützower Zeitung

18. Januar 2017 | 23:16 Uhr

Wolken : Verwirrung um Vollsperrung

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Landstraße 14 auf Höhe Zepelin gesperrt, Straßenbauamt hat Infos darüber verschlafen

Große Verwirrung am Mittwoch-Morgen. Autofahrer, die auf der Landesstraße 14 zwischen Bützow und Güstrow unterwegs waren, kamen an der Abfahrt nach Zepelin beziehungsweise an der Ortsausfahrt Wolken nicht weiter. Keine ausgeschilderten Umwege, keine Informationen. Die Straße war einfach gesperrt.

„Es ist etwas schiefgelaufen und da entschuldigen wir uns für“, sagte Ralf Sendrowski, Leiter des Straßenbauamts Stralsund. Die offizielle Mitteilung sei nicht herausgegangen.

Dies stieß nicht nur zahlreiche Autofahrer vor den Kopf, auch die Polizei wusste von nichts. Im Zweifel hätten die Beamten an der Sperrung gestanden, um nach einem alternativen Weg zu suchen. Ralf Sendrowski konnte dies zwar nicht nachvollziehen, da auch die Polizei in der Sperrkommission vertreten sei, auf Nachfrage der SVZ bei der Polizeidirektion gab es jedoch andere Informationen. „Wir waren kurzzeitig überrascht“, sagte Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow. Aus der Ruhe gebracht habe die Sperrung die Beamten aber nicht.

Bei den Baumaßnahmen handelt es sich um eine komplette Sanierung der Fahrbahn. Es sei laut Ralf Sendrowski zunächst geplant gewesen, nur die Decke zu erneuern. Bohrauswertungen zeigten allerdings, dass eine grundhafte Erneuerung der Straße nötig ist.

Offizieller Baubeginn sollte gestern sein. Laut Straßenbauamt Stralsund verhinderten die „Schneemassen“ diesen jedoch und je nach Wetterlage solle heute angefangen werden. Dagegen spricht jedoch das Bild vor Ort: Ein Bagger arbeitete schon gestern an der aufgerissenen Fahrbahn.

Unklarheiten gibt es auch bezüglich der Umleitungen. Danach gefragt, ob diese schon ausgeschildert sind, antwortete Ralf Sendrowski: „Da gehe ich von aus.“ Er sitze in Stralsund und könne dies nicht sehen, der Bauleiter würde sich aber darum kümmern. Sendrowski merkte an, dass Bewohner aus Oettelin ersatzweise die Kreisstraße zwischen Bützow und Kassow nutzen können. Zepeliner hingegen müssen laut Sendrowski Richtung Groß Schwiesow ausweichen.

Es handelt sich bei den Arbeiten um den ersten Bauabschnitt. Ein zweiter wird nächstes Jahr folgen. Wie Ralf Sendrowski erklärt, stehen aber weder der Zeitraum fest noch seien bislang Ausschreibungen erfolgt. Es sollen Arbeiten zwischen der jetzigen Sperrung auf Höhe Zepelins und Groß Schwiesow durchgeführt werden. Wie Anwohner anmerkten, würde an der L14 in Groß Schwiesow Erde am Löschteich in der Kurve rutschen. Sendrowski bezeichnete diese Stelle als „kritischen Punkt – aber wir wollen dort Verbesserung schaffen“.

Die Vollsperrung wird mindestens bis zum 16. Dezember anhalten. Restarbeiten werden aber noch bis in den Mai 2017 durchgeführt, bedürfen aber keiner Vollsperrung mehr. Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf insgesamt 580 000 Euro.

 

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erstellt am 09.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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