zur Navigation springen

Bützower Zeitung

04. Dezember 2016 | 17:20 Uhr

20 Fragen : Traum von Reise nach Neuseeland

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Ulrike Klatt aus Bernitt hat ein Herz für Menschen, die sich für neue Ideen engagieren

Ulrike Klatt ist 2010 mit ihrem Mann von Rostock nach Bernitt gezogen. Ursprünglich kommt die 37-Jährige aus Dresden, an die Ostsee zog es sie wegen der Liebe. In ihrer Heimatstadt studierte Ulrike Klatt Landespflege, an der Uni Rostock folgte ein Abschluss im Bereich Erwachsenenbildung. Sie arbeitet in einem Büro für erneuerbare Energien und ist als Umweltpädagogin in Schulen unterwegs. Privat zieht es die zweifache Mutter in den Garten, für den oft aber wenig Zeit bleibt, wie sie sagt. Als Vorstandsmitglied der Bernitter Dorfladen Genossenschaft engagiert sich Ulrike Klatt für die Wiedereröffnung des kleinen Geschäftes, um das Leben in der Gemeinde attraktiver zu gestalten und den Gemeinschaftssinn zu stärken. SVZ-Redakteur Ralf Badenschier stellte ihr die 20 Fragen zum Wochenende.



Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In meinem Garten mit einer schönen Tasse Kaffee. Dabei genieße ich die Natur auf kleinem Raum, unsere Haustiere und die Gartenarbeit als Gegenstück zum Arbeitsleben. Ich mag es, meinen Garten zu verändern und zu erleben, wie neue Gestaltungsideen sich entwickeln.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
In Bernitt wird ja momentan an vielen Stellen etwas verändert. Da haben Bürgermeisterin und Gemeinderat einiges auf den Weg gebracht. Ich würde mir wünschen, die Dorfmitte ums Gemeindezentrum und um die Kreuzung zur Schule herum freundlicher zu gestalten. Ein paar mehr Sitzmöglichkeiten und ein wenig mehr Farbe und Blütenvielfalt wären da schon schön.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Am ehesten zu Hause, wenn ich nicht gerade mit meinen Kindern oder für den Dorfladen unterwegs bin.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Arbeit auf dem Hof meines Onkels. Da gehörte Melken wie Treckerfahren dazu, Stall misten und Tiere versorgen – eben Hofarbeiten.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich habe den Moped-Führerschein gemacht, um offiziell mit dem Trecker auf die Straße zu dürfen.
Was würden Sie gerne können?
Klarinette spielen. Ich mag die Musik sehr gern.
Was stört Sie an anderen?
Vorurteile
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über Szenen in einem Kinofilm, den ich mit meiner Familie am Wochenende gesehen habe.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich bin schneller gefahren als erlaubt war.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Menschen, die – meist ehrenamtlich neben Familie und Beruf – mit neuen Ideen, Aktionen, Veranstaltungen usw. unsere Region weiter entwickeln und das Leben hier im ländlichen Raum lebenswerter machen.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Mein Leben im Schrebergarten“ von Wladimir Kaminer. Leichte Satire, um den Tag abzuschließen.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich muss zugeben, wir haben keinen Fernseher. Die tägliche Nachrichtensendung fällt daher aus. Aber wenn wir Zeit finden, dann schauen wir Navy CIS übers Internet.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Zurzeit weder noch. Als ehemaliges Mitglied der Funkengarde eines Thüringer Faschingsvereins beziehungsweise als Mädchen in einer Jungenfußballmannschaft habe ich aber in beiden Bereichen meine Erfahrungen sammeln dürfen.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Es gibt viele interessante Menschen, die es zu treffen lohnt. Keine Schauspieler oder Politiker. Menschen wie Sie und ich, die vom Leben erzählen können. Diese kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen ist für mich mehr Erlebnis, als einen berühmten Menschen zu treffen.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Wohl am ehesten eine Mischung aus italienischer und deutscher Küche, je nachdem, was der Garten bietet. Und dann wird meist ohne Rezept gekocht.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Das bleibt mein Geheimnis.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
An einen Stein, einen Aventurin, den ich von einem Arbeitskollegen bekommen habe. Er soll helfen, Herausforderungen entspannt anzugehen und zu bewältigen. Er erinnert mich oft daran, mal einen Gang zurückzuschalten und auch mal die Seele baumeln zu lassen.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Mit meinem Mann nach Neuseeland reisen. Das Land hat auf Bildern so etwas Mystisches an sich. Ich bin gespannt, ob es auch wirklich so ist. Den Traum wollen wir uns gemeinsam in ein paar Jahren erfüllen.
Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Aus heutiger Sicht mit Gartenarbeit, Reisen und ehrenamtlicher Tätigkeit, wo immer sie gebraucht wird. Vielleicht aber auch ganz anders, es ist ja noch ein wenig Zeit bis dahin.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Da fällt mir so konkret niemand ein. Vielleicht mal einen Landwirt, der unsere Lebensmittel produziert und unsere Kulturlandschaft pflegt. Oder aber jemandem aus der Altenpflege, der sich um unsere Familienangehörigen kümmert, wenn wir das allein nicht schaffen. Es gibt viele Menschen da draußen, die unbewusst unser Leben mitgestalten und über die es sich lohnt, mehr zu erfahren.



















zur Startseite

von
erstellt am 08.Okt.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen