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Bützower Zeitung

10. Dezember 2016 | 04:07 Uhr

Schwaan : Streit um Vertrag für Sportplatz

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Für Spieltstätte des Schwaaner Sportvereins auf dem Schaffrusch gibt es zwei Pachtverträge. Nur einer ist von den Stadtvertretern genehmigt

Ärger gibt es um den Sportplatz des Schwaaner Sportverein (SSV) auf dem Schaffrusch, wie während der Sitzung des Finanzausschusses sichtbar wurde. Die Sportler wollen einen Pachtvertrag aus dem Jahr 2013 von den Stadtvertretern jetzt bestätigen lassen. Doch in einer Beschlussvorlage der Verwaltung wird dies abgelehnt. Und diesem Antrag folgten jetzt auch die knappe Mehrheit der Mitglieder des Finanzausschusses. In der Dezembersitzung müssen die Stadtvertreter abschließend ihr Votum abgeben.

Hintergrund: Zwischen der Stadt und dem SSV gibt es einen Pachtvertrag aus dem Jahr 1993 über 25 Jahre. Der beinhaltete die kostenlose Nutzung durch die Sportler bis ins Jahr 2017.

Nun wurde aber bekannt, dass im Jahr 2013 ein neuer Pachtvertrag vom Vereinsvorsitzenden und dem damaligen stellvertretenden Bürgermeister unterschrieben wurde. Der beinhaltet die kostenlose Nutzung des Areals für weitere 20 Jahre. Der Knackpunkt: Einen Beschluss der Stadtvertreter gibt es aber dazu nicht.Deshalb sei der Vertrag von 2013 auch nicht rechtsgültig. Es gelte nach wie vor der aus dem Jahr 1993, erklärte der 1. Stellvertreter des Bürgermeisters, Dirk Antelmann. Auch sei eine solche kostenlose Übereignung einer städtischen Fläche, wie Anfang der 1990er-Jahre vereinbart, heute aus haushaltstechnischer Sicht problematisch. Natürlich sei es eine politische Entscheidung der Stadtvertreter, wie sie künftig den Pachtvertrag gestalten, sagt Antelmann. Er könnte zum Beispiel ein „angemessener Betrag“ oder auch ein symbolischer Obolusk vereinbart werden. Doch dies müsse verhandelt werden. Und dafür sei bis nächstes Jahr Zeit.

Unbenommen sei, dass die SSV-Mitglieder all die Jahre das Areal gepflegt und in das bestehende Gebäude investiert haben. Dennoch müsse ein Vertrag her, der sowohl den Interessen der Sportler gerecht wird, aber auch aus Sicht der Verwaltung nicht anfechtbar ist.

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erstellt am 26.Nov.2016 | 09:00 Uhr

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