zur Navigation springen

Bützower Zeitung

30. September 2016 | 08:38 Uhr

Schwaan : Streit um Sporthalle versachlichen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Finanzausschuss diskutiert über Nutzungs- und Entgeltordnung

Der Streit um die Nutzung der Beke-Sporthalle ist noch nicht ganz beigelegt. Jedoch seien beide Seiten miteinander im Gespräch, sagt Schwaans stellvertretender Bürgermeister Dirk Antelmann. Die Mitglieder des Finanzausschusses fordern aber, dass mögliche Unregelmäßigkeiten der Vergangenheit aufgeklärt werden.

Anlass zur Diskussion sind zwei Beschlüsse, über die die Schwaaner Stadtvertretung auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche befinden müssen. Zum einen geht es um eine Hallen- und eine Benutzungsordnung unter anderem für die Sporthallen der Stadt. Ein solches Papier habe es bisher nicht gegeben. „Wir konnten jedenfalls nichts finden“, sagt Antelmann. Ein entsprechender Entwurf wurde von der Verwaltung erarbeitet und sei mit den Vereinen in den zurückliegenden Wochen intensiv diskutiert worden. „Es gab auch einige kleinere Veränderungen, die in der jetzt vorliegenden Fassung eingearbeitet wurden“, so der stellvertretende Bürgermeister. Damit solle zugleich mehr Transparenz geschaffen werden.

Im Sommer war der Streit zwischen der Stadt und dem Schwaaner Sportverein (SSV) eskaliert, nachdem Bürgermeister Mathias Schauer eine stärkere finanzielle Beteiligung an den Hallenkosten eingefordert hatte. Die Hintergründe zeigte Antelmann jetzt noch einmal in der Sitzung des Finanzausschusses auf. Kosten in Höhe von rund 145 000 Euro fallen im Jahr für die Beke-Sporthalle an. Diese werde zu 60 Prozent von Vereinen genutzt, zu 40 Prozent für den Schulsport. Mittlerweile seien vom SSV die Hallenzeiten gemeldet worden. „Der Verein hat sich bereit erklärt, die Reinigung durchzuführen. Außerdem plane er nun mit 12 000 Euro jährlich für Nutzungsentgelte. Bisher waren es 5000 Euro“, sagt Dirk Antelmann. Sowohl die Verwaltung als auch die Mitglieder des Finanzausschusses sind sich einig, dass die Nutzung der Sporthallen immer ein Zuschussgeschäft bleibt.

Wie hoch dieser Zuschuss jedoch ausfällt, hängt auch von den Gebühren ab, die erhoben werden. Nach den vielen Gesprächen und Diskussionen der vergangenen Wochen schlägt der Ausschuss für Jugend und Senioren, Bildung, Soziales und Kultur vor, die Entgeltordnung für die Nutzung kommunaler Sportstätten vom Juni 2007 unverändert fortbestehen zu lassen. Das solle auch ein Zeichen sein, dass nach dem Streit ein wenig Ruhe einkehrt, sagt Dirk Antelmann.

Dennoch möchte Ausschussmitglied Christine Hirsch (CDU) schon genau wissen, wie sich Einnahmen und Ausgaben zusammensetzen. „Am Ende ist es natürlich eine politische Entscheidung“, sagt sie. Und auch sie möchte wissen, was in der Vergangenheit nicht korrekt gelaufen ist. Zuvor hatte Joachim Schauer (UWS) nachgefragt, ob es richtig sei, dass der SSV die Hallenzeiten nicht korrekt abgerechnet habe. Antelmann bestätigt: „Es gibt Differenzen. Das muss untersucht werden.“

Schauer forderte daraufhin, dass der Beschluss zu den Entgelten zunächst nur für 2017 gefasst werden soll, bis die Ungereimtheiten aufgeklärt seien. Einer entsprechenden Beschlussempfehlung für die nächste Stadtvertretersitzung stimmte dann auch die Mehrheit der Finanzausschussmitglieder zu.

zur Startseite

von
erstellt am 22.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen