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Bützower Zeitung

07. Dezember 2016 | 11:33 Uhr

Vogelgrippe : Stallpflicht in Bützow

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Noch keine Fälle von Geflügelpest registriert

Die Geflügelpest breitet sich weiter aus. In und um Bützow wurden zwar noch keine Fälle registriert, dennoch greifen die Sicherheitsmaßnahmen auch hier. Es herrscht Stallpflicht.

„Einige müssen ihre Tiere einsperren“, sagt Norbert Hinrichsen, Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins Bützow und Umgebung. Er selbst züchtet Tauben, ist von den Maßnahmen also nicht direkt betroffen, da die Tauben ohnehin in den Volieren gehalten werden. Andere der 26 Mitglieder hingegen schon. Umso wichtiger sei es, die Vorgaben des Landkreises auch umzusetzen. Dies sei laut Hinrichsen auf der Vorstandssitzung auch klar kommuniziert worden.

Dass es in der Umgebung noch keinen nachweislichen Fall von Vogelgrippe gab, liegt laut Norbert Hinrichsen hauptsächlich an den Flugrouten der Tiere. „Wir liegen etwa 40 Kilometer weg von den Hauptzugsgebieten“, so der Bützower. Nur wenige Wildgänse und Kraniche würden hier Halt machen. Allerdings gibt es auch Schwäne auf der Warnow oder weiteren Seen beziehungsweise Flüssen. „Wenn die sich infizieren, hat man da keinen Einfluss drauf“, sagt Norbert Hinrichsen.

Als Vorsitzender des Bützower Züchtervereins sieht Norbert Hinrichsen noch ein ganz anderes Problem. Er fürchtet, dass die Zahl der Züchter sinken könnte. Beispielsweise fiel die Landesverbands-Schau aufgrund der aktuellen Geschehnisse aus. Geplant war diese am Totensonntag in Sparow. Einige der Aussteller stammten aus Gebieten, die mittlerweile zum Sperrbezirk erklärt wurden. „Die Organisatoren können noch von Glück reden“, merkt der Bützower an. Denn 4000 bis 5000 Tiere wären dicht an dicht ausgestellt worden und Kontakte untereinander nicht ausgeschlossen werden können. Da die Planungen aber schon fortgeschritten und Standgebühren bezahlt waren, blieben einige Aussteller auf einem Teil der Kosten sitzen. Andere wiederum haben mehrere Hundert Gänse zum Weihnachtsgeschäft großgezogen und mussten, landesweit betrachtet, die Tiere keulen. Trotz gewisser Entschädigungen der Tierseuchenkasse entsteht ein finanzieller Schaden. „Dadurch verlieren einige Züchter den Mut und werfen die Flinte ins Korn“, so Hinrichsen.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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