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Bützower Zeitung

08. Dezember 2016 | 19:07 Uhr

Bützow : Stadtvertretung: Papier hat bald ausgedient

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Neben Bützow stellen auch die Gemeinden Dreetz und Tarnow auf den digitalen Sitzungsdienst um

Das digitale Zeitalter soll nun auch bei den Stadt- und Gemeindevertretern Einzug halten. Bald werden die gewählten Volksvertreter nicht mehr mit dicken Papierstapeln am Beratungstisch sitzen, sondern mit einem Laptop oder Tablet. Jedenfalls drei der zwölf Gemeinden des Amtes Bützow-Land haben sich darauf mehrheitlich geeinigt.

„Die Stadtvertreter von Bützow wollen da vorangehen“, sagt Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos). Doch auch die Gemeindevertretungen von Dreetz und Tarnow wollen künftig auf Papierunterlagen verzichten. Dem voraus ging eine Befragung in allen Gemeinden. Für die entsprechende Software habe die Stadt verschiedene Angebote eingeholt und sich bereits für eine Variante entschieden, informiert der Verwaltungschef.

Bei der Digitalisierung gehe es um drei Aspekte. Zwei Punkte haben da auf die Arbeit der gewählten Abgeordneten einen besonderen Einfluss. Zum einen betrifft das die Erstellung aller Unterlagen, die für eine Sitzung der jeweiligen Gremien notwendig sind. Einladungen müssen geschrieben, Beschlussvorlagen erstellt, das Sitzungsgeld abgerechnet werden. „Das alles erfolgt auch jetzt schon am Computer“, so Grüschow. Doch nun soll die Digitalisierung auch bei den Beratungen direkt Einzug halten. Die Beschlussvorlagen werden nicht mehr ausgedruckt, sondern auf entsprechende Endgeräte überspielt. „Von den 21 Stadtvertretern in Bützow haben sich 19 dafür entschieden. Das heißt aber auch, wer es möchte, der bekommt die Unterlagen auch weiterhin auf Papier“, so Grüschow. Hinzu kommt, dass die Sitzungen nicht mehr von einer Mitarbeiterin der Verwaltung protokolliert werden, sondern während der Beratung Aufzeichnungsgeräte laufen. In den beratenden Ausschüssen einschließlich des Hauptausschusses wird das bereits praktiziert. In Dreetz wird so ebenfalls schon seit Jahren gearbeitet. Auf lange Sicht rechnet die Verwaltung mit einer deutlichen Einsparung beim Papier, aber auch mit der Entlastung von Mitarbeitern, die dann Zeit für andere Aufgaben haben.

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erstellt am 05.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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