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Bützower Zeitung

04. Dezember 2016 | 21:22 Uhr

Selow : Schüler packen auf dem Feld mit an

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bützower Kinder sammelten auf einem Acker Kartoffeln

Unterricht unter freiem Himmel statt im Klassenraum erlebte gestern die dritte Klasse der Freien Schule Bützow. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen packten die Kinder auf einem der Kartoffeläcker der Agrargenossenschaft Selow mit an. Geschäftsführer Axel Wichmann stand ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. „Wir wollen den Kindern zeigen, wie Landwirtschaft funktioniert und dass es vor allem auch körperlich harte Arbeit ist“, sagt Klassenlehrerin Anke Freiwald.

Angefangen hat alles mit einem Projekt im Sachkundeunterricht, bei dem bereits im vergangenen Jahr die Kartoffel inhaltlicher Schwerpunkt war. „Damals waren wir mit der vierten Klasse schon hier und haben Kartoffeln gesammelt. Die Kleinen wollten das auch gern machen“, sagt Anke Freiwald.

Während die Schüler gestern auf einem bereits abgeernteten Acker liegen gebliebene Kartoffeln nachsammelten, sind die Mitarbeiter der Agrargenossenschaft Selow zur Zeit mit den noch vollen Feldern beschäftigt. Insgesamt bewirtschaftet der Betrieb mehr als 100 Hektar Kartoffeln. „Wir haben jetzt etwa die Hälfte gerodet und hoffen, dass wir den Rest in den nächsten zwei bis drei Wochen fertig bekommen, bevor es Bodenfrost gibt“, sagt Axel Wichmann. Die Erträge bei den Kartoffeln seien in diesem Jahr gut, sagt der Geschäftsführer. Beim Getreide sei es ihm allerdings genauso ergangen wie den anderen Landwirten in der Region.

Wichmanns pädagogisches Engagement beschränkt sich nicht nur auf Erdäpfel. Da die Kinder sich im Unterricht aktuell mit Getreide beschäftigen, besuchte er sie mit einigen Proben von seinen Feldern auch schon in der Schule, zeigte ihnen die Besonderheiten und Unterschiede der verschiedenen Sorten. „Die Zusammenarbeit ist sehr gut“, sagt Anke Freiwald.

Den Abstecher auf den Kartoffelacker genossen die Schüler sichtlich. „Es macht Spaß, weil man sich dabei auch im Sand rumwälzen kann“, sagte beispielsweise Lennard, der gemeinsam mit seinem Freund Arne die besten Kartoffeln aus einem großen Haufen sortierte. Auch die anderen Kinder scheuten sich nicht davor, sich die Hände schmutzig zu machen. Viele von ihnen sammelten zahlreiche Eimer voll.

Nach der ersten Arbeitsrunde stärkte sich die Klasse beim gemeinsamen Frühstück. Im Anschluss daran zeigte Axel Wichmann den Schülern noch, wie eine Kartoffel aussieht, die noch im Erdreich verwurzelt ist. „Dann können die Kinder den Unterschied zwischen der Supermarktware und den frischen Kartoffeln einmal genau sehen“, so der Landwirt.

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erstellt am 06.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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