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Bützower Zeitung

09. Dezember 2016 | 02:55 Uhr

Schwaan : Schichtwechsel in der Kunstmühle

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Ausstellung der „Malweiber“ fand am Sonntag ihren Abschluss. Die Kunstmühle bereitet sich bereits auf das nächste Projekt vor

Die Künstlerin Lisa Jürß freute sich damals über den großen Andrang bei der Eröffnung der „Malweiber“-Ausstellung. Und am vergangenen Sonntag konnte sie sich erneut über den Zustrom an Interessierten freuen.

Mit der Kunst aus 20 Jahren befasste sich die nun geendete Ausstellung in der Kunstmühle Schwaan. Hinter dem Namen „Malweiber“ stehen drei Künstlerinnen – Lisa Jürß, Lydia Kalt und Dr. Luise Hartmann. Vom 1. Oktober bis zum 13. November zeigten sie ihre Bilder anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums. Nun fand die Ausstellung in einer abschließenden Vernissage ihren Höhepunkt und ihr Ende.

Heiko Brunner von der Kunstmühle zieht ein positives Fazit: „Mehr als 800 Besucher kamen zu der Ausstellung. Für diese Jahreszeit übertrifft das die Erwartungen.“ Auch Lisa Jürß ist sehr zufrieden mit der Resonanz der Besucher. „Es war wirklich klasse, dass so viele Leute sich für die Kunst interessieren, die ja aus der Anschauung entstanden ist“, so die Künstlerin.

„Die Anschauung“, das ist nach Brunner zum Beispiel der Fall, wenn die drei „Malweiber“ an einem grauen und stürmischen Herbsttag im Atelier sitzen und gemeinsam ein Stillleben malen. Jede aus ihrer eigenen Perspektive. Lisa Jürß sieht darin aber mehr. „Es ging darum, Gemeinsamkeiten und Unterschiede gleichermaßen festzustellen und diese in der Ausstellung zu präsentieren.“ Und damit hatten die „Malweiber“ Erfolg. Lisa Jürß bot zwischendurch immer wieder Führungen durch die Ausstellungsräume an und beantwortete die Fragen der Teilnehmer. „Mir persönlich ist es wichtig, die Kultur hier in Schwaan zu erhalten“, so Lisa Jürß.

Die Vernissage bildete dann den Abschluss. Noch einmal konnten die Besucher den drei „Malweibern“ fragen zu ihren Bildern stellen. Die Ausstellung, die auch von vielen Malzirkeln besucht wurde, diente nämlich auch den Nachwuchskünstlern. Nach Malkursen konnten diese ihre Bilder mit denen der „Malweiber“ vergleichen und ihren eigenen ästhetischen Standpunkt ermitteln.

Für Heiko Brunner bedeutet nach der Ausstellung jedoch vor der Ausstellung. Schon am 27. November beginnt die nächste Reihe. Diesmal wird es sich um zeitgenössische Kunst drehen. Dazu habe die Kunstmühle fünf professionelle Künstler aus der Region eingeladen, ihre Werke zu präsentieren. Die Ausstellung ist verknüpft mit dem landesweiten Projekt „Kunst Heute“, das in Mecklenburg-Vorpommern mit verschiedenen Partnern ausgestellt wird. „Es geht um die neue Generation“, so Heiko Brunner.

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erstellt am 17.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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