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Bützower Zeitung

05. Dezember 2016 | 21:42 Uhr

Bützow : Platt snacken, singen und werkeln

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Hort am Schloßplatz führt mit 161 Kindern Interessengemeinschaften durch / Ehrenamtler und Erzieher engagieren sich dafür

Wildes Treiben im Hort am Schloßplatz. Denn gestern war es wieder soweit, die Kinder trafen sich und gingen ihren Interessengemeinschaften nach. Seit Jahren verfolgt der Hort die Idee, Kindern feste Aktivitäten zu ermöglichen, denen sie alle 14 Tage nachgehen.

„Die große Idee dahinter ist“, so Leiterin Doris Suhrcke, „die Grundschulkinder dahin zu bringen, sich mit einer Thematik zu befassen.“ Mit anderen Worten, sie sollen lernen, durchzuhalten. Denn jede Interessengemeinschaft geht über das gesamte Schuljahr. „Das funktioniert aber nur, wenn man das mit den Eltern abspricht.“ Doris Suhrcke sieht die Eltern mit in der Pflicht, „dafür Sorge zu tragen, dass die Kinder teilnehmen und dranbleiben“.

Dafür bekommen die Eltern einen Brief, wo das Vorhaben erklärt wird. In dem Schreiben sind alle Interessengemeinschaften aufgeführt und es müssen nach Priorität drei davon angekreuzt werden.

161 Hortkinder nehmen an den Aktivitäten teil. Und die Interessengemeinschaften sind breit aufgestellt. „Kräuterzauberei“, „Naturdetektive“, „Singmäuse“, „Seidenmalerei“, „Handarbeit“, „Fußball“ und „gesunde Ernährung“ sind nur einige der Angebote.

„Junge Brandschutzhelfer“ ist ein weiteres Angebot. Holger Gadinger, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bützow, zeigt den Kindern den Alltag eines Kameraden. „Er bemüht sich seit Jahren“, lobt die Kita-Leiterin Holger Gadinger. Er ist einer von fünf Ehrenamtlichen, die die Interessengemeinschaften unterstützen. Anita Grese („Naturdetektive“), Ursula Banse („Zeichenkurs), Helga Habigt („Handarbeit“) und Karin Krawczyk („Platt snacken“) sind die weiteren ehrenamtlichen Helfer, denen der Hort für die Unterstützung sehr dankbar sind.

Besonders das Angebot, Plattdeutsch zu erlernen, freut Doris Suhrcke. Dabei hätten auch die Großeltern eine Rolle. Wie der Kita-Leiterin zu Ohren kam, freuen sich einige Omas und Opas sehr darüber, mit ihren Enkeln platt zu snacken – und das wiederum motiviert die Kinder, die aussterbende Sprache zu lernen.

Wie zu erwarten, sind bei den Jungen die sportlichen beziehungsweise fußballerischen Interessengemeinschaften der Renner. Aber auch „Modemacher“, „gesunde Ernährung“ und „Zeichnen“ sind stets sehr gefragt.

In welcher Gruppe die Kinder sind, erfahren sie übrigens erst, wenn es losgeht. Und dann besprechen sie gemeinsam mit dem Leiter, was sie von dem Jahr erwarten. „Es ist sinnvoll, die Kinder miteinzubeziehen“, so Doris Suhrcke. Außerdem sei es entscheidend, dass auch die Hort-Mitarbeiter beziehungsweise die Ehrenamtler mit Herzblut bei der Sache sind. Nur so könne laut Suhrcke eine rundum gelungene Interessengemeinschaft funktionieren.

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erstellt am 17.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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