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Bützower Zeitung

05. Dezember 2016 | 17:32 Uhr

Schwaan : Nachspielzeit für Hallenordnung

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Neue Satzung für die Nutzung der Sporteinrichtung in der John-Brinckman-Straße fand keine Mehrheit in der Stadtvertretung

Die Stadt Schwaan hat noch immer keine gültige Hallenordnung. Die Stadtvertretung konnte sich am Mittwochabend nicht auf einen Beschluss einigen. Anlass war die Frage, ob es ein generelles Alkoholverbot im gesamten Gebäude geben soll oder ob es eine Ausnahmeregelung für einen kleinen Raum geben wird. Nun geht die Diskussion über das Regelwerk in die Verlängerung. Die Ausschüsse müssen sich noch einmal mit dem Entwurf befassen. Auf der nächsten Sitzung der Stadtvertreter im Dezember soll endgültig eine Entscheidung fallen.

Zunächst wollte Andrea Bornemann-Schneider (UWS) ohnehin eine Vertagung der Entscheidung erreichen. Sie könne nicht erkenne, wie die Hallenvergabe zwischen Freizeitsport und Schule erfolgen soll. Außerdem gebe es keine Angaben zu Sanktionen, wenn gegen die Hallenordnung verstoßen werde. Und Bornemann-Schneider vermisste Aussagen zur Nutzung des Sportplatzes am Schaffrusch. Ihre Bedenken konnte Hauptamtsleiter Dirk Antelmann weitgehend ausräumen. Bezugnehmend auf den Sportplatz verwies er auf den Pachtvertrag, der zwischen der Schwaaner Eintracht und der Stadt besteht. „Wir können als Stadt dem Pächter nicht vorschreiben, was er auf seinem Gelände macht“, so Antelmann. Man könne auch Sanktionen genau festschreiben, wenn gegen die Hallenordnung verstoßen wird. „Doch wir wollen nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. In der Vergangenheit haben wir das Gespräch gesucht, wenn etwas vorgefallen war“, sagt der Hauptamtsleiter. Das habe funktioniert.

Rüdiger Zöllig (Grüne) hält den Beschlussvorschlag „für ein recht brauchbares Machwerk, im positiven Sinne.“ Hannelore Krone (UWS) brachte dann das Thema absolutes Alkohol- und Rauchverbot ins Gespräch. Sie verwies darauf, dass zu Sitzungen der Abteilungen in einem Raum in der Sporthalle auch gerne mal ein Bier getrunken werde. Mit dem Beschlussvorschlag werde auch das generell verboten. Rudi Kerl (Die Linke) sprach sich ebenfalls für eine solche Ausnahmeregelung aus. Dem widersprachen unter anderem Christine Hirsch (CDU), Rüdiger Zöllig, Doris Henning (Grüne) und Armin Lüth (CDU). Letzterer verwies darauf, dass der Entwurf der Hallenordnung von den Vereinen im Vorfeld diskutiert wurde. „Sie haben ihn so akzeptiert“, so Lüth.

Dennoch beantragte Hannelore Krone eine Sonderregelung in den Beschlussentwurf aufzunehmen. Doch nur Rudi Kerl, Marita Kretzschmar (beide Linke), Volker Gallinat und Renee Recke (UWS) folgten ihr. Damit war der Änderungsvorschlag vom Tisch. Dennoch gab es auch bei der Abstimmung über die neue Hallenordnung keine Mehrheit. Lediglich die drei Abgeordneten der Bündnisgrünen sowie drei der vier CDU-Stadtvertreter stimmten mit Ja. Diese sechs Stimmen reichten nicht aus gegen die neun Nein-Stimmen, unter anderem von Klaus Niemann (CDU).

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erstellt am 30.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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