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Bützower Zeitung

06. Dezember 2016 | 13:08 Uhr

Bernitt : „Mit dem Zug quer durch Russland“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Gymnasiallehrer Hartmut Wendorf aus Bernitt ist Hobbyimker, geht gern ins Theater und experimentiert in der Küche

In Bützow geboren, hat Hartmut Wendorf fast immer auf dem Land gelebt. Zunächst in Kassow, wo er aufgewachsen ist, seit 1980 in Bernitt. Der 61-Jährige ist Lehrer für Biologie und Chemie am Geschwister-Scholl-Gymnasium Bützow. „Er ist eine sehr geschätzte Persönlichkeit mit Wissen, Sachlichkeit und Freundlichkeit“, sagt Edda Bethge, Vorsitzende des Fördervereins „Kirche belebt“ in Bernitt. Hartmut Wendorf selbst ist Vorsitzender des Kirchengemeinderates. Zudem ist die Imkerei das große Hobby des zweifachen Familienvaters.

SVZ-Reporter Ralf Badenschier stellte ihm die 20 Fragen zum Wochenende.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Unter meinem roten Boskoop vor dem Bienenhaus. Da sitze oder liege ich und denke nach, über alles mögliche.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?

Das ist eine hypothetische Frage. Ich würde mit Gemeindevertretern und Wählern das Gespräch suchen, wie man Dinge im Ort anpacken kann. Es gibt leider die Tendenz, sich aus allem rauszuhalten.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Natürlich zunächst auf der Arbeit. Und dann auf dem Grundstück. Da gibt es immer viel zu tun.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Kartoffelnsammeln in der LPG Kassow.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Das weiß ich nicht mehr ganz genau. Aber auf jeden Fall habe ich mir einen guten Zirkelkasten gekauft. Es war damals nicht so einfach, einen zu bekommen.

Was würden Sie gerne können?
Ein Musikinstrument spielen. Klavier, Gitarre, Geige oder auch Klarinette. Ich mag einfach Musik.

Was stört Sie an anderen?
Ignoranz, Intolleranz, Arroganz. Das zusammen ist eine gefährliche Mischung. Derzeit sehen wir, wohin es führt. Dabei ist es doch wichtig, sich auch um andere zu kümmern. Denn durch Arbeitslosigkeit oder Ungerechtigkeit können sich nicht alle alleine versorgen.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Beim Toben mit unserer kleinen Enkeltochter. Sie weiß ganz genau, wie sie mich um den Finger wickeln kann.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich bin Diabetiker. Als ich Stress hatte, habe ich eine halbe Tafel Zartbitterschokolade gegessen.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Einen persönlichen Held habe ich nicht. Aber mich imponieren Menschen, die sich ohne großes Aufheben für ander einsetzen, die helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Auch jene Leute, die jeden Tag auf Arbeit einen guten Job machen, auch wenn sie nicht viel verdienen.

Welches Buch lesen Sie gerade?
„Wanderung durch die Mark Brandenburg“ von Theodor Fontane.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Kunst und Krempel. Eine Sendung des Bayrischen Rundfunks, in der Familienschätze vorgestellt werden.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Dann eher beim Fußball. Ich gehe auch mal zu Hansa.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Jonas Kaufmann, einen Opernsänger, ein aufgehender Stern, ein absoluter Könner. Oder Anna Netrepko. Meine Frau und ich sind sehr kunstinteressiert. Wir lassen keine Schlossfestspiele aus, gehen auch viel ins Theater. Aber ich schaue auch gern ins Kunsthaus in Bützow. Ich finde gut, was dort gemacht wird.

Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?

Deutsche Gerichte, eher selten italienische. Ich koche sehr gern, wasche aber nicht gerne ab. Meine Frau ist aber die bessere Köchin. Ich bin der Experimtierfreudigere. Vom Senfei bis zur Roulade, das alles kann ich, das ist kein Problem.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„Ganz in Weiß“ von Roy Black zur Hochzeit. Das ist jetzt 35 Jahre her.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Mein Vater hat mir kurz nach der Wende einen Trecker geschenkt, einen Fendt, Baujahr 1961. Damit geht es auch heute manchmal noch auf Waldwege.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich würde gerne gemeinsam mit meiner Frau mit dem Zug quer durch Russland fahren. Mich fasziniert diese Weite, dieses große Land.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?

Ich bin noch kein Rentner. Aber ich werde garantiert keine Langeweile haben. Es gibt immer etwas zu tun, auch im Ehrenamt.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Renate Flade. Sie ist eine Frau, die auf den ersten Blick eher unscheinbar ist, aber ein unwahrscheinlich großes Herz hat, die sich für alte Menschen einsetzt und sich in Schlemmin um das Gemeindezentrum kümmert. Und gemeinsam mit ihrem Sohn kocht sie für 140 Kinder beim Sommercamp.




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erstellt am 19.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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