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Bützower Zeitung

25. September 2016 | 22:48 Uhr

SVZ-Aktion : Mit dem „Lappen“ die Polizei geärgert

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Leser erzählen, was sie mit ihrem Führerschein erleben

Deutliche Gebrauchsspuren weist der Berechtigungsschein von Winfried Grodd aus dem Jahr 1957 auf. Auch wenn der Bützower auch noch eine jüngere Fahrerlaubnis besitzt, könnte der 78-Jährige noch mit seinem ersten Führerschein ein Krad lenken.

Winfried Grodd ist einer von zahlreichen SVZ-Lesern, die sich in den vergangenen Wochen an der Suche nach dem ältesten noch gültigen Führerschein beteiligten.

Auch Norbert Welke aus Schwaan meldete sich am SVZ-Telefon. Er habe 1959 seine Fahrerlaubnis abgelegt, bei der Gesellschaft für Sport und Technik. Damals sei er 14 Jahre alt gewesen. Seitdem ist er als Fahrzeugführer auf Achse. Auch heute noch, mit 75 Jahren.

Ebenfalls seit 1959 hat Hermann Schnell seinen „Lappen“. Er fährt somit seit 57 Jahren, ebenso wie Hans-Otto Kröger. Sein Schein wurde am 11. Mai 1959 in Güstrow ausgestellt, informierte Enkel Kevin Schöck in einer E-Mail. Auch Henning Hahn-Groeneveld (78) fährt noch mit solch einem alten Dokument. Dieser ist sogar noch drei Tage älter und wurde am 8. Mai 1959 ausgestellt. „Wir wurden auf das Alter des Führerscheins aufmerksam, als die Polizei vor ein paar Tagen anlässlich einer Geschwindigkeitskontrolle in Klueß den Führerschein zu Lehrzwecken kopieren wollte“, schreibt seine Frau Gesa Groeneveld.

Seit dem 15. Oktober 1958 fährt der heute 80-Jährige inzwischen unfallfrei. Der graue Schein wurde auf dem Volkspolizei-Kreisamt in Güstrow ausgestellt. Noch älter ist aber der „Lappen“ von Fritz Schwaß aus Krakow am See. Bei einer Polizeikontrolle ärgerte der Senior jüngt eine junge Polizistin damit.

Akzeptiert werden die alten Führerscheine aber immer noch. Nach aktueller Gesetzgebung sogar noch bis zum Jahr 2033.

Kommentar

Spannende Geschichten

Haben wir nun die ältesten Führerscheine gefunden? Darauf kommt es gar nicht an. Vielmehr darauf, dass die Aktion Spaß gemacht hat, konnten wir doch viele spannende Geschichten von Menschen aus der Region erfahren. Wie zum Beispiel die vom 82-Jährigen Heinz Hoffmann aus Bernitt, der sich nach einem Schlaganfall noch einmal der Fahrprüfung stellte. Nicht alle Details konnten wir benennen, nicht alle SVZ-Leser mit Namen erwähnen. Umso mehr gilt der Dank allen, die sich gemeldet haben. Wir wünschen allen weiterhin eine sichere Fahrt.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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