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Bützower Zeitung

07. Dezember 2016 | 09:40 Uhr

Rühn : Milchkannen weisen Wege

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Infopunkte für Touristen wurden offiziell eingeweiht

Die Verbindung von Tourismus und Landwirtschaft – das ist das Ziel der frisch aufgestellten Milchkannen. In Form einer altmodischen Milchkanne befinden sich nun fünf der Informationspunkte im Amt Bützow-Land.

Eines dieser stählernen Objekte wurde gestern um 10   Uhr offiziell übergeben – bei einem Gläschen Milch zum Anstoßen. Gemeinsam durchschnitten die Bernitter Bürgermeisterin Birgit Czarschka (SPD) und Karin Schneider von der Touristeninformation Bützow das milchweiße Band.

„Wir haben ein schönes Land“, sagt Eckhard Krüger, Amtsvorsteher, in seiner Ansprache. Die Milchkannen seien ein gutes Symbol, um die stark landwirtschaftlich geprägte Seite Mecklenburgs mit dem Tourismus zu verbinden. Zu der Idee, die Landwirtschaft in eine Besucherattraktion zu verwandeln, sei er durch ein anderes Beispiel gelangt: „Es gibt ja auch Weinstraßen“, so Krüger. Die Milchkannen enthalten Tonträger, die den Besucher über die Landwirtschaft in der Region aufklären und interessante Punkte nennen.

Die Stahlgebilde dienen aber nicht nur als Orientierungspunkte für die Landschaft, sondern sollen Besuchern auch Wissen vermitteln. „Durch die Milchkannen können auch Außenstehende, zum Beispiel Besucher aus Bayern, Hamburg oder Berlin ein Verständnis für die mecklenburgische Landwirtschaft entwickeln“, sagt Krüger.

Über mehr Verständnis für seinen Berufsstand würde sich auch der Landwirt Klaus Griepentrog freuen. Er lobt das Projekt und wirbt gleichzeitig für mehr Vertrauen und Toleranz gegenüber der Landwirtschaft. „Wenn Milchbauern überall so gewürdigt würden wie hier, dann bin ich frohen Mutes“, so der Landwirt.

Damit Touristen und Interessierte sich möglichst lange an den Informationspunkten erfreuen können, bittet Krüger um einen pfleglichen Umgang mit ihnen.

Nach den Ansprachen und dem traditionellen Durchschneiden des Bandes genossen die Gäste die frische Milch, wahlweise mit oder ohne Schuss, Schmalzbrote und Käsewürfel.

Die Umsetzung des Projektes dauerte zwei Monate, inklusive Planungsphase. Die Kosten betrugen insgesamt 52    000 Euro. Nächstes Jahr sollen die Milchkannen noch optisch verschönert werden. Dafür werden passende Henkel an den Kannen installiert.

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erstellt am 03.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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