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Bützower Zeitung

08. Dezember 2016 | 08:58 Uhr

Schwaan : „Malweiber“ stellen ihre Werke aus

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Studienkolleginnen zeigen Öl- und Acrylbilder mit Motiven aus der Region

„20 Jahre Malweiber“ ist die neue Ausstellung betitelt, die noch bis zum 13. November in der Schwaaner Kunstmühle zu sehen ist. Die drei Studienkolleginnen der Universität Greifswald, Lisa Jürß aus Schwaan, Lydia Kalt aus Pinnow und Dr. Luise Hartmann aus Rostock, zeigen in ihren insgesamt 49 Werken hier ihre Sichtweise auf Landschaft, Bauten und Stilleben der Region. „Entstanden sind die Bilder in der Gartenlaube von Lisa Jürß, wo die drei Frauen malen beziehungsweise von wo aus sie ihre Streifzüge durch die Natur unternehmen“, sagt Eleonore Pahlke, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit in der Kunstmühle.

Obwohl der Titel der Ausstellung auf den ersten Blick despektierlich klingt, ist er eigentlich eher scherzhaft gemeint. Bezug nimmt der Begriff „Malweiber“ auf die Bezeichnung für malende Mädchen und Frauen im ausgehenden 19. Jahrhundert. Da das Kunsthandwerk und auch die Malerei eine Domäne der Männer war, machte der Begriff auf die Nichtachtung und das Unverständnis malender Frauen aufmerksam. Die drei Schwaaner „Malweiber“ mussten sich mit dieser Herausforderung zwar nicht mehr auseinandersetzen, überschrieben ihre Ausstellung aber im Scherz dennoch mit dieser alten Bezeichnung für ihr Wirken in Schwaan und der Umgebung.

Lisa Jürß, Lydia Kalt und Luise Hartmann verbindet dabei vor allem die Liebe zur Natur und das Bemühen, dem Wesen der Dinge bei intensiver Beobachtung der Realität nachzuspüren. Die Mehrheit ihrer gezeigten Werke entstanden explizit für die jetzige Ausstellung in der Kunstmühle. So auch eine Malerei der alten Schwaaner Hubbrücke, die einem Bild der neuen Brücke gegenübergestellt wird.

Als Studienkolleginnen an der Universität Greifswald waren sie bereits in jungen Jahren mit Zeichenblock, Malpappen, Rohrfeder oder Pinsel in der Umgebung von Greifswald und auf Rügen unterwegs. Doch auch nach dem Studium treffen sich die drei Frauen regelmäßig, seit Jahren finden die Zusammenkünfte fast ausschließlich in Schwaan statt. Hauptthema ist die Erkundung der Landschaft. Bei schlechtem Wetter finden Stillleben oder Gartenstücke ihren Platz im Atelier. So entstehen bei aller Unterschiedlichkeit Ergebnisse, die an die Tradition in der Landschaftsmalerei Mecklenburgs anknüpfen und zugleich neue Sichtweisen veranschaulichen.

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erstellt am 12.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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