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Bützower Zeitung

04. Dezember 2016 | 07:09 Uhr

Bützow : Keine Chance dem Enkeltrick

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Präventionsbeauftragte der Polizei klärt Senioren über Betrugsmaschen auf

In Radio, Fernsehen und Zeitung wird häufig von dem sogenannten Enkeltrick geredet. Bei dieser dreisten Masche geben sich fremde Personen als lange verschollene Familienmitglieder in Geldnöten aus. Die gewünschten Opfer dieser Betrugsart sind ausschließlich ältere Personen. Dieser ist nur einer der vielen Tricks, die Gauner in petto haben, um den Gutgläubigen Geld und Wertsachen zu stehlen.

Um gegen solche Tricks gewappnet zu sein, rief der Seniorenbeirat einen Kurs zur Prävention ins Leben, unterstützt und geleitet von der Polizei Güstrow. Bei diesem konnten sich Senioren gestern in den Räumen der Volkssolidarität von der Polizei über die verschiedenen Tricks aufklären lassen. Polizeioberkommissarin Carola Johannsen leitete die Veranstaltung und beschrieb verschiedene Szenarien.

Die vielen Betrugsmöglichkeiten ließen die Senioren aufhorchen, denn neben dem Enkeltrick beschrieb Carola Johannsen diverse andere Betrugsarten. Bei den Dieben beliebt: die Handtasche im Vorbeilaufen vom Arm reißen. Zwar wurde im Seminar gezeigt, wie die Handtasche bestenfalls getragen wird, doch rät die Oberkommissarin im Falle eines versuchten Raubes die Handtasche nicht zu verteidigen, sondern notfalls loszulassen, um Verletzungen zu vermeiden. Die Zahl der Handtaschendiebstähle ist in der Altersklasse der Senioren merklich höher als bei jüngeren Generationen.

Betrüger nutzen gerne die Gutmütigkeit der Älteren aus. So werden zum Beispiel wertlose Gegenstände wie Messingringe oder angebliche Goldketten aus Geldmangel oder wegen einer tragischen Geschichte veräußert. Die Vorsitzende des Seniorenbeirates Regina Büch-Hohlfeld gab das Beispiel eines angeblich traumatisierten Liebenden. Dessen Braut habe ihn verlassen, weshalb er rasch den Ehering verkaufen wolle. Häufig bedrängen die Täter ihre Opfer dann so sehr, dass sie letztlich Erfolg haben. Johannsen warnte auch vor dem Abheben von viel Bargeld in einer dicht gedrängten Bank und vor manipulierten Geldautomaten. Wenn man dann doch viel Bargeld mit sich trage – beispielsweise für eine Wochenendreise – solle man das Geld und wichtige Dokumente körpernah, bestenfalls in einem Brustbeutel, tragen und ein Auge darauf haben.

Am Ende der Präventionsveranstaltung wussten die Besucher über viele vorher unbekannte Betrugsmaschen Bescheid – und sind nun wachsamer.

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erstellt am 06.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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