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Bützower Zeitung

30. April 2017 | 10:52 Uhr

Schwaan : Jüdische Geschichte erleben

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Ausstellung „Von Moses Abraham bis Willi Marcus. Zur Geschichte jüdischen Lebens in Schwaan“ wird ab Sonntag in Rostock gezeigt

Der Schwaaner Kulturförderverein eröffnet am Sonntag um 14 Uhr im Max-Samuel-Haus, Schillerplatz 10 – nahe dem Hauptbahnhof in Rostock –, die Ausstellung „Von Moses Abraham bis Willi Marcus. Zur Geschichte jüdischen Lebens in Schwaan“. Die Ausstellung spannt einen Bogen von Moses Abraham, 1749 erster Schutzjude von Schwaan, bis zu Willi Marcus, letzter Vorstand bei Aufflösung der Jüdischen Gemeinde 1915. Willi Marcus wurde 1942 in Auschwitz ermordet.

Die Ausstellung stellt eine Verbindung der stadtgeschichtlichen Ereignisse zur jüdisch-deutschen Geschichte Mecklenburgs her. Es werden historische Zeugnisse aus Archiven vom 18. bis zum 20. Jahrhundert gezeigt, die auf die einstmals bedeutende Schwaaner jüdische Gemeinde hinweisen.

Der Rostocker Hans-Ludwig Levy, ein Verwandter der Familie Marcus, wird aus seiner Erinnerung über jüdisch-deutsche Familiengeschichte sprechen. Alexander Moseler, Kantor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schwaan, eröffnet mit einem musikalischen Beitrag.

Die Ausstellung wurde von der Ehrenamtsstiftung MV gefördert und mit Unterstützung des Max-Samuel-Hauses, der Rostocker Universitätsbibliothek, des Landeshauptarchivs Schwerin und des Stadtarchivs Rostock erarbeitet. Sie ist bis zum 31. März, montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr, zu besichtigen. Führungen durch die Ausstellung werden am 23. und 30 März, jeweils um 14 Uhr angeboten. Am 22. und am 29. März um 18 Uhr finden Vorträge zur Geschichte der Juden in Mecklenburg und zur Begräbniskultur am Beispiel des jüdischen Friedhofs Schwaan statt.

Der Eintritt für die Ausstellung und die Begleitveranstaltungen ist frei.


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erstellt am 16.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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