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Bützower Zeitung

10. Dezember 2016 | 21:27 Uhr

Selow : Jeden Tag 4000 frische Eier

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Anna und Lukas Propp von der Hufe 8 aus Selow halten rund 5000 Legehennen und vertreiben ihre Produkte auch in Großstädten

Waffeln aus frischen Eiern servieren Anna und Lukas Propp auf dem Erntefest in Klein Belitz. Die Eier stammen von ihrem eigenen Hof, der Hufe 8, den sie seit nunmehr zwei Jahren betreiben. Es ist eine besondere Form der Landwirtschaft.

Landwirt Lukas Propp kommt aus Hannover. „Meine Frau stammt hier aus der Gegend“, sagt er. Der Hof in Selow sei 1956 enteignet worden. Nach der Wende habe die Familie den Hof zurückbekommen, erzählt Lukas Propp. Nun betreiben sie auf ihrem Acker einen landwirtschaftlichen Betrieb nach den Richtlinien des Verbandes biologisch-dynamischer Produkte. Dabei gehe es um eine artgerechte Landwirtschaft, beruhend auf einer Symbiose von Ackerbau und Tierhaltung.

„Wir haben drei mobile Ställe, in denen jeweils 1650 Hühner untergebracht sind, insgesamt also rund 5000 Legehennen“, erzählt Lukas Propp. Die Landwirte verzichten zum Beispiel auf den Einsatz von Fischmehl bei der Fütterung. Durch die mobilen Ställe haben sie die Möglichkeit, die Fruchtfolge auf den Äckern einzuhalten. Das beuge einer Überweidung der Flächen vor. Die Weide könne sich besser erholen und der Boden sowie das Grundwasser werden vor zu hoher Nitratbelastung geschützt. So werde zum Beispiel die Hühnerweide im nächsten Jahr Anbaugebiet für Futtergetreide für die Legehennenhaltung.

Die Tiere danken es mit rund 4000 Eier, die täglich einzusammeln und zu sortieren sind. Dafür beschäftigen die Propps zwei Frauen aus der Region. „Außerdem haben wir einen fest angestellten Mitarbeiter und eine Auszubildende“, so der Selower. Neben den Legehennen halten Anna und Lukas Propp auch noch einige Angus-Rinder. „Es sind Fleischrinder. Das Fleisch wollen wir künftig ebenfalls vermarkten“, sagt Lukas Propp. Mit ihren frischen Eiern und weiteren ökologischen Produkten gehen sie vor allem in größere Städte wie zum Beispiel Berlin oder auch Rostock. Auch da steige die Nachfrage nach Bio-Produkten „Hier auf dem Lande haben viele selbst Hühner“, erklärt Lukas Propp, warum gerade die Metropolen ein wichtiger Absatzmarkt sind.

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erstellt am 04.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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