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Bützower Zeitung

30. September 2016 | 17:11 Uhr

Bützow : Funke für Milchstraße springt über

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Idee von den sprechenden Milchkannen im Amt Bützow-Land nimmt Stück für Stück Gestalt an

Peter Wolff nimmt einen Trennschleifer in die Hand. Sekunden später ist die Werkhalle von einem ohrenbetäubenden Lärm erfüllt, Funken fliegen. Dann greift Wolff zum Schweißgerät und setzt feine Nahtstellen. In knapp einem Monat sollen die Stahlblechteile für entspannende Ruhe sorgen. Sie werden zu überdimensionalen Milchkannen zusammengefügt und dann als Informationspunkte an mehreren Standorten in der Region aufgestellt.

„Das sieht gigantisch aus“, sagt Eckhard Krüger, Amtsvorsteher des Amtes Bützow-Land, als er sich jetzt in der Werkstatt umschaute. Er hatte die Idee zu diesem Projekt der sprechenden Milchkannen. Dabei handelt es sich um Unterstände mit einem Durchmesser von zwei Metern und einer Höhe von 3,50 Metern. Im Inneren befindet sich eine runde Sitzbank zum Verweilen. Wenn ein Gast die Milchkanne betritt, ertönen per Lautsprecher Infos zum jeweiligen Landwirtschaftsbetrieb vor Ort sowie zu touristischen Angeboten in der Region. Doch bis es soweit ist, werden in den Werkhallen der Metall Bützow GmbH noch manche Funken fliegen.

„Die Arbeit in dieser Dimension ist für uns nichts Neues. Jedoch können wir die Milchkannen nicht in einem Stück produzieren“, sagt Geschäftsführer Carsten Rauhut. Denn das Stahlblech müsse noch verzinkt werden. Dazu müssen die Teile in ein 450 Grad heißes Zinkbad getaucht werden. „So große Wannen stehen uns aber nicht zur Verfügung“, so Rauhut, der diesen Teil der Produktion in einer Rostocker Firma ausführen lässt.

Während in der Werkstatt geschnitten, gebogen und geschweißt wird, sind an den zukünftigen Standorten die Vorbereitungen ebenfalls im Gange. „Gegenwärtig werden die Fundamente gegossen“, sagt Eckhard Krüger. Und die müssen noch austrocknen, bevor die Info-Stützpunkte aufgestellt werden können. Die wiegen immerhin um die 700 Kilogramm.

Insgesamt fünf solcher Anlaufpunkte für Touristen und Einheimische soll es künftig geben. Spätestens Ende Oktober soll laut Amtsvorsteher Eckhard Krüger alles fertig sein. Dann ist eine offizielle Einweihungsfeier mit allen Beteiligten geplant. Finanziert wird das Projekt aus Leader-Mitteln. Der Eigenanteil der „Milchstraße Bützower-Land“ wird durch die beteiligten Landwirte aufgebracht.

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erstellt am 21.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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