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Bützower Zeitung

06. Dezember 2016 | 18:59 Uhr

Bützow : Farbenfrohe Gemälde in der Klinik

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

25 Jahre Wismarer Werkstätten: Mitarbeiter zeigen Ausstellung im Krankenhaus

„Windräder im Rapsfeld“, „Erholung am Strand“, „Möwen in der Brandung“ – das sind die Titel von Gemälden, die seit gestern in der Bützower Warnow-Klinik zu sehen sind. Es sind Arbeiten von Mitarbeitern der Wismarer Werkstätten. „Wir – mitten in der Gesellschaft“ ist der Titel der Exposition, die anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Werkstätten entstanden ist.

Die Ausstellung zeige, Menschen mit Behinderung sind nicht nur Frauen und Männer, denen Fürsorge zuteil werden muss. „Sie werden zu Handelnden, die zum Staunen anregen, die mit ihren Bildern verzaubern und begeistern können“, sagt Thilo Werfel, Geschäftsführer der Wismarer Werkstätten. Dass die Warnow-Klinik nun den Künstlern die Möglichkeit gibt, ihre Arbeiten dort auszustellen, sei ein sichtbares Zeichen dafür, dass Inklusion immer stärker, Schritt für Schritt gelebte gesellschaftliche Realität ist, so Werfel.

Die Wismarer Werkstätten haben sich in den 25 Jahren ständig weiterentwickelt. Heute gibt es 200 angestellte Mitarbeiter sowie 800 Menschen mit und ohne Behinderung, die in den verschiedenen Einrichtungen lernen, arbeiten und leben, zieht Werfel eine Bilanz. Die Bützower Zweigstelle sei mit rund 150 Mitarbeitern der größte Außenstandort. Und von dort kamen die Trommler, die unter der Leitung von Birgit Engel die Ausstellung musikalisch eröffneten. Danach standen dann die Frauen und Männer mit ihren Arbeiten im Mittelpunkt. Ein Kenner in Sachen Schiffe ist zum Beispiel Normen Poschade. Das wird auch auf einer seiner Zeichnungen sichtbar: „Die Aida Bella kommt nach Wismar“ ist der Titel des Bildes. „Ich fahre jedes Jahr einmal mit einem Schiff. Dafür spare ich das ganze Jahr“, erzählt Poschade, der sich auch für die Handballer der TSG Wismar interessiert, wie der Fanschal zeigt. Die Liebe zur See spiegelt sich auch in den Bildern von Rüdiger Mathews wider. Der 64-Jährige aus Wismar zeigt beispielsweise „Möwen in der Brandung“. Eine Woche lang haben Poschade und Mathews sowie die anderen Projektteilnehmer für diese Ausstellung gearbeitet. Eine intensive Zeit, in der nicht nur diszipliniert gearbeitet wurde, sondern in der sich die Teilnehmer auch intensiv mit ihren Bildern auseinandergesetzt haben, so Karin Zimmermann und Britta Matthies, die das Projekt begleiteten.

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erstellt am 11.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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