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Bützower Zeitung

11. Dezember 2016 | 09:01 Uhr

Bützow : Elefantenbrücke auf der Kippe

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Letzter Test für Oberbau im Fraunhofer-Insitut. Noch keine Lösung für das Fundament gefunden. Neue Variante wird geprüft

Eines steht fest: Eine neue Elefantenbrücke wird in diesem Jahr nicht mehr gebaut. Doch ob die von vielen Bützowern geforderte Warnowquerung 2017 errichtet wird, das steht ebenfalls weiterhin auf der Kippe.

Erst am Montag trafen sich Beteiligte der Firma BaltiCo aus Hohen Luckow und ein Prüfstatiker des für die Brückenzuwegung beauftragten Ingenieurbüros gemeinsam mit Vertretern der Stadt, wie Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) auf der Stadtvertretersitzung informierte.

Das Projektierungsverfahren für den Brückenkörper befinde sich „auf der Zielgeraden“, wie es Grüschow nannte. In den kommenden zwei Wochen solle aber noch einmal ein letzter Festigkeitstest am Fraunhofer-Institut durchgeführt werden. Das sei so mit dem Prüfstatiker und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr abgestimmt worden. Letztere Landesbehörde gibt am Ende des Verfahrens grünes Licht für die Umsetzung des Projektes. Oder auch nicht.

Hintergrund: Die für den Brückenbau vorgesehene Technologie ist noch nie angewandt worden. Material und Bauverfahren sind Neuland. Das macht Einzelzulassungen und mehrere Prüfverfahren notwendig (SVZ berichtete). Sollte diese letzte Prüfung positiv ausfallen, wolle BaltiCo die vollständige Unterlagen beim Prüfstatiker Anfang Dezember einreichen. Sei diese Hürde genommen, würde das Unternehmen die Einzelzulassung des Brückenkörpers beim Landesamt Anfang 2017 beantragen, schilderte Grüschow den weiteren Verfahrensweg.

Doch damit wäre nur die halbe Zielstellung erreicht. Noch immer gibt es keine Lösung für den Unterbau, also für den Teil, auf dem die Brücke künftig lagern soll. Eine schwimmende Variante, wie angestrebt, sei bisher nicht gefunden worden. Deshalb habe er jetzt das Ingenieurbüro beauftragt, bis Ende der Woche ein „Angebot zur Projektierung und Umsetzung eines konventionellen Brückenfundaments mit fester Gründung einzureichen“, so Christian Grüschow und weiter: „Die Kosten der festen Gründung werden die der schwimmenden deutlich überschreiten.“ Das bedeute im Umkehrschluss auch, dass die Bützower Stadtvertreter darüber entscheiden müssen, ob sie bereit sind, diese Mehrkosten zu tragen. Bis Jahresende sollen sie ihr Votum dazu abgeben. Er selbst habe mit BaltiCo erste Gespräche „zwecks einer anteiligen Kostenübernahme“ geführt, informierte der Verwaltungschef. Nur unter der Voraussetzung, dass die Stadtvertreter Geld freigeben und dass alle Prüfungen positiv verlaufen und Genehmigungen erteilt werden, sei ein Baubeginn im zweiten Quartal 2017 realistisch, so Grüschow.

Und was passiert, wenn nicht, fragte Stadtvertreter Wolfgang Wehrmann (EB). Ist ein neues Projekt mit einer konventionellen Brücke für 2017 umsetzbar? Das sei unwahrscheinlich, so Bauamtsleiterin Doris Zich. Dann müsste ein komplett neues Projektierungs- und Genehmigungsverfahren angeschoben und auch über die Kosten entschieden werden.

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erstellt am 08.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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