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Bützower Zeitung

27. September 2016 | 22:39 Uhr

20 Fragen : Ein Treffen mit Altkanzler Schröder

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Thomas Franz kümmert sich in Langen Trechow um die Kapelle der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde

Er ist der Mann für alle Fälle, wenn es um die kleine schmucke Kapelle in Langen Trechow geht. Thomas Franz ist Kirchenältester, Küster und kümmert sich auch um den kleinen Friedhof. Und das alles seit mehr als 15 Jahren. Der gelernte Schäfer lebt seit 1989 in dem kleinen Dorf. Der 44-Jährige ist Mitarbeiter in einem Bestattungsunternehmen und schwingt sich am Feierabend fast täglich auf sein Fahrrad. „Da kann ich abschalten, das ist Entspannung“, sagt Thomas Franz. In seiner Freizeit besucht er zudem gerne Orgelkonzerte oder organisiert selbst kulturelle Veranstaltungen. SVZ-Redakteur Ralf Badenschier stellte ihm die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Zum einen hier in und an der Kapelle. Denn hier bin ich fast täglich, halte alles in Ordnung, mähe den Rasen. Außerdem bin ich gerne in Luxemburg. Jedes Jahr im April fahre ich dorthin in die Hauptstadt. Dort habe ich viele Freunde, mit denen ich auch regelmäßig über das Internet in Kontakt stehe. Außerdem gibt es dort einen herrlichen Park mit einem Teich und Karpfen darin.


Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?

Ich würde für vernünftige Gehwege und einen ordentlichen Spielplatz sorgen. Auch für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Kirche.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?

Auf Arbeit oder hier in der Kapelle.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Im Schafstall in Tarnow bei Schäfermeister Diedrich. Dort habe ich in den Ferien gearbeitet.

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Für einen Kassettenrekorder.

Was würden Sie gerne können?
Orgel spielen wie der niederländische Organist Gijsbert Lekkerkerken. Ich kann zwar Noten lesen und auch die Pedale bedienen. Doch für das Orgelspiel direkt fehlt mir das Geschick.
Was stört Sie an anderen?
Menschen, die meinen, sie machen alles richtig. Es sind zumeist auch solche Menschen, die nicht verzeihen können, wenn andere mal einen Fehler machen.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Beim letzten Gemeindeausflug. Wir haben die Kirchengemeinde Reinshagen besucht. Der Nachmittag war sehr schön und auch lustig.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Spontan fällt mir da nichts ein. Ich habe kürzlich falsch geparkt und dafür ein Knöllchen bekommen. Darüber habe ich mich schon geärgert.

Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?

Pastor Karl-Martin Schabow. In seiner Zeit in Bützow hat er ganz viel bewegt. Alleine was er für die Sanierung der Stiftskirche, für ein neues Kirchendach geleistet hat, ist anzuerkennen. Doch er hat sich auch für die kleinen Gemeinden seines Kirchenkreises eingesetzt. Sei es nun Passin, Zepelin oder hier in Langen Trechow. Ohne ihn würden wir heute nicht diese schöne Kapelle haben.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Die Festschrift zur Wiederindienststellung der restaurierten Winzer-Orgel von 1862 in der Reformierten Kirche in Bützow.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Das Nordmagazin, weil es viel aus dem Land und der Region berichtet.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?

Nirgendwo. Das ist nicht mein Ding. Ab und zu schaue ich mir mal ein Fußballspiel im Fernsehen an. Mehr aber auch nicht.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Was er gemacht hat, fand ich sehr positiv, und er war mir sehr sympathisch.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?

Deutsche Gerichte. Ich mag besonders gerne Bratkartoffeln mit Spiegelei und Hackbraten.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

„Hinterm Horizont gehts weiter“ von Udo Lindenberg. Das erinnert mich an meine Zeit als Schäfer. Am Abend, wenn die Sonne unterging und am Horizont die Schwärme der Wildgänse zu sehen waren. Dieses Schauspiel beobachte ich auch heute noch gerne, wenn ich abends mit dem Fahrrad unterwegs bin.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Eine elektrische Eisenbahn. Die habe ich mit neun oder zehn Jahren von meinen Großeltern bekommen. Ich habe die Platte dann noch weiter ausgebaut, habe sie sehr lange besessen. Da war ich schon 30. Doch irgendwann fehlte der Platz dafür.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Noch einmal mit einem Wohnmobil durch England reisen. Ich war 2005 schon einmal dort. Ein schönes Land und auch London ist sehr schön. Mit einem Wohnmobil ist man unabhängig.

Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?

Rente? Das kann ich mir noch gar nicht vorstellen. Ich bin nicht der Typ, der Zuhause ist. Ich glaube, ich würde noch weiterarbeiten, auch wenn die Kollegen jetzt lachen, wenn sie das lesen.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

Siegfried Heiden von der Freikirchlichen Gemeinde. Wir verstehen uns recht gut. Der hat sicherlich auch interessante Antworten.








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erstellt am 17.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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