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Bützower Zeitung

03. Dezember 2016 | 16:39 Uhr

Bernitt : Dicker Rauch in Bernitter Schule

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Große Feuerwehrübung an der Regionalen Schule. Mehr als 116 Schüler werden von Alarm überrascht. 22 Kameraden im Einsatz

Dienstagmorgen in der Regionalen Schule Bernitt. Der Unterricht hat gerade begonnen, da schleichen sich Amtswehrführer Ralf Ackerhans und Eduard Hohmann vom Förderverein der Feuerwehr Bernitt in den Flur des Hauses. Dort bringen sie eine Rauchmaschine in Stellung. Kurze Zeit später ist der gesamte Treppenaufgang des Haupteingangs in dicken Qualm gehüllt.

Um eine Minute vor 8 Uhr löst Schulleiterin Heidrun Thom, die amtierende Schulleiterin, Feueralarm aus. Dann wird es unruhig. Die Türen öffnen sich. Schüler und Lehrer strömen durch die verqualmten Flure. Laut Fluchtplan müssen die Personen der beiden Unterrichtsräume im Parterre über den Haupteingang ins Freie. Doch an der Pendeltür erkennen Lehrer und Schüler, hier ist kein Durchkommen, also drehen sie um und begeben sich zum hinteren Ausgang.

„Zweimal im Jahr sind solche Übungen angesetzt, eine angekündigte, eine nicht angekündigte“, erzählt Thom. Das diese am Dienstag stattfindet, darüber waren die Pädagogen informiert, aber nicht wann und in welcher Form. „Ich hatte das bereits im Frühjahr mit den Feuerwehren besprochen. Es ist nicht selbstverständlich, eine solche Übung so realitätsnah wie möglich durchzuführen“, sagt Mirko Murk, bis zum Sommer Schulleiter in Bernitt und nun Schulrat.

So werden auch die Schüler der 9. Klasse in der ersten Etage überrascht. „Der Alarmglocke war sehr leise“, sagt Lehrerin Christin Seifert. Der Fluchtweg ihrer Klasse ist abgeschnitten. Und so müssen die Jugendlichen und die Lehrerin über Rettungsleitern das Schulgebäude verlassen. Dafür ist auch die Bützower Wehr mit ihrer Drehleiter angerückt.

Nach knapp 20 Minuten sind alle aus der Schule evakuiert. Die Kameraden der Gemeindewehren aus Kurzen Trechow, Moisall und Bernitt bauen dennoch eine Löschstrecke auf und proben auch noch den Einsatz von Kameraden mit Atemschutz.

„In erster Linie ging es aber darum, wie die Schüler und Lehrer mit der Situation umgehen“, sagt Ralf Ackerhans. Vieles sei richtig gemacht worden. Die Fenster und Türen wurden geschlossen, die Lehrer hatten das Klassenbuch dabei und wussten, wie viele Schüler beim Ausbruch des Feuers im Haus waren. „116“, sagt Heidrun Thom. Auch für sie war eine solch groß angelegte Übung in ihrer langen Schulzeit eine Premiere.

„Die jährlichen Übungen werden in Schulen oftmals nicht so richtig ernst genommen“, sagt Schulrat Murk. Dabei sei es so wichtig, das Richtige im Ernstfall zu machen. So ist eine Erkenntnis aus der Bernitter Übung: Der Sammelplatz für die Schüler muss verändert werden. Der ist zu nah am Gebäude. „Das könnte gefährlich werden, wenn es wirklich mal brennt“, stellt Michael Wildermuth, Stellvertreter Amtswehrführer noch während der Übung im Gespräch mit der Schulleiterin fest.

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erstellt am 18.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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