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Bützower Zeitung

08. Dezember 2016 | 06:57 Uhr

Schwaan : Der Park als Ausstellungsraum

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Auf der Wiese hinter der Schwaaner Kunstmühle werden in den kommenden Wochen Skulpturen verschiedener Künstler aufgestellt

Die Ausstellungsfläche der Schwaaner Kunstmühle wird in den kommenden Wochen um einige Quadratmeter wachsen. Grund dafür ist das Projekt „Kunstpunkt Park“. Künstler aus der Region und darüber hinaus stellen dafür ihre Werke, hauptsächlich Skulpturen, zur Verfügung, die im Park hinter dem Museum installiert werden. Für ein Jahr sind die Arbeiten dann öffentlich zugänglich, können von Kunstinteressierten und Spaziergängern betrachtet werden.

Die Fundamente für die Sockel, auf denen die Skulpturen stehen sollen, sind schon zu einem Teil ausgegraben, in den kommenden Wochen werden die Kunstwerke dann nach und nach installiert. Sitzbänke aus Beton sollen dazu einladen, sich länger im Park aufzuhalten und die Kunst wirken zu lassen. „So soll der Park ein Ort der Begegnung werden, wo die Leute generationsübergreifend ins Gespräch kommen können“, sagt Projektmanagerin Carolin Kampehl. Damit verknüpft werden sollen längerfristig auch gezielte Aktionen. Denkbar sei beispielsweise eine Veranstaltung, bei der Theater, Klang und Kunst im Zusammenspiel wirken, sagt Carolin Kampehl. Außerdem könne sie sich auch ein Bildhauersymposium vorstellen.

Der Grundgedanke hinter dem Kunstpunkt-Projekt: Den Künstlern soll eine Plattform geboten werden, ihre Werke öffentlich zu präsentieren. Auf diese Weise seinen Lebensunterhalt zu bestreiten sei sehr schwierig, zumal viele Museen keine großen Ausstellungshonorare zahlen könnten, sagt Carolin Kampehl. Zudem soll auch der Stellenwert künstlerischer Arbeit wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. „Kunst im öffentlichen Raum hat heute so wenig Bedeutung. Mit dem Projekt wollen wir uns dem Thema mehr öffnen und auch der Stadt Schwaan ein Profil geben“, so Carolin Kampehl.

Die Öffentlichkeit soll auch langfristig in das Projekt involviert werden. So ist die Übernahme einer Patenschaft für eine Skulptur möglich. „Damit kann beispielsweise sichergestellt werden, dass das Kunstwerk regelmäßig gewartet und gepflegt wird“, so die Projektmanagerin. „Denkbar ist zudem ein Modell, bei dem die Landschaftspflege abgesichert wird. Der Park muss ja auch in Schuss gehalten werden.“

Da für die Umsetzung kaum Geld zur Verfügung steht, läuft die Organisation größtenteils über Spenden und die Hilfsbereitschaft von Unternehmen. „Der Förderverein der Kunstmühle hat maßgeblich zur Realisierung beigetragen“, so Carolin Kampehl. Der Transport der Kunstwerke würde durch die Unterstützung von Firmen bewältigt und auch die Betonsockel seien eine Spende.

Noch ist auf der Wiese nicht viel zu sehen. In den nächsten Wochen wird der Freiluft-Ausstellungsraum aber immer mehr Gestalt annehmen.

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erstellt am 29.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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