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Bützower Zeitung

29. September 2016 | 08:43 Uhr

Bützow : Bützow feiert 100 Jahre Wasser

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Zentrale Versorgung begann im Jahr 1916. Eurawasser und Zweckverband veranstalten Jubiläumsfest. 500 Gäste mit dabei

Wasser ist Leben. Das wurde am Sonnabend mit einem Tag der offenen Tür in Bützow gefeiert. 25 Mitarbeiter der Eurawasser Nord GmbH und des Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverbandes (WAZ) Güstrow-Bützow-Sternberg hatten dafür das Gelände des Wasserwerkes in der Wismarschen Straße in eine große Festwiese verwandelt. Es gab viele Informationen, Mitmach-Aktionen, Kulinarisches und natürlich viel Wasser für den Gaumen. Und das alles vor der historischen Kulisse des alten Wasserturms, der von einem Bützower vor einigen Jahren saniert wurde.

Dieses 38 Meter hohe Denkmal ist zugleich Symbol für die zentrale Wasserversorgung, die 1916, also vor 100 Jahren in Bützow begann. Nicht ganz so lange dabei ist Michael Belosa. Aber immerhin hat der Bützower in den zurückliegenden vier Jahrzehnten daran mitgearbeitet, dass die Warnowstädter immer sauberes Trinkwasser bekommen. „1977 habe ich mit 16 Jahren als Lehrling begonnen“, erzählt Belosa. Heute ist der 55-Jährige Leiter des Bützower Wasserwerkes und zugleich für ein großes Einzugsgebiet verantwortlich. Er und seine elf Mitarbeiter sind in den Ämtern Bützow-Land, Sternberger Seenlandschaft und Neukloster-Warin im Einsatz. „Wir kümmern uns um 26 Wasserwerke, fünf Druckerhöhungsstationen und 457 Kilometer Versorgungsleitungen“, nennt Belosa technische Eckdaten. Hinzu kommen für die Abwasserentsorgung 93 Abwasserpumpwerke und ein 218 Kilometer langes Kanalnetz.

Wasser ist Leben. Das wird auch an der Entwicklung der Wasserversorgung in Bützow deutlich. „Mitte der 1980er-Jahre wurden täglich noch rund 5000 Kubikmeter Wasser benötigt. Doch damals lebten auch noch 11 000 Menschen in Bützow“, erklärt Belosa. Mit der Wende sank die Einwohnerzahl und viele Betriebe wurden geschlossen. „Heute werden rund 1550 Kubikmeter Wasser am Tag benötigt. Größte Abnehmer sind die Molkerei und die JVA. Der Bützower selbst verbraucht am Tag rund 86 Liter, die Rostocker 92“, zieht der Betriebsleiter einen Vergleich heran.

Dabei könnte das moderne Wasserwerk täglich bis zu 5000 Kubikmeter Wasser aufbereiten, das aus vier Brunnen aus einer Tiefe zwischen 45 und 60 Metern gefördert wird. Der vierte Brunnen ist gerade einmal ein Jahr alt. Er wurde von der Bützower Brunnenbaufirma Zelck errichtet. Firmenchef in vierter Generation ist Holger Zelck . „Uns gibt es seit 1901“, erzählt der Bützower, der beim Tag der offenen Tür zeigte, wie Wasser aus der Tiefe gezogen wird. „Trinkwasser, das am meisten kontrollierteste Lebensmittel“, betonte Michael Belosa und forderte die Festbesucher auf, bei einem Rundgang ruhig einen kräftigen Schluck zu probieren. Am Ende konnte Gabi Kniffka, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei Eurawasser auf über 500 Gäste verweisen, die das Festgelände mit Leben erfüllten.

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erstellt am 19.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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