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Bützower Zeitung

26. April 2017 | 10:01 Uhr

Bützow : Bützow – eine Musical-Stadt?

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Etwa 400 Zuschauer lassen sich von „Hannabella und Claude“ verzücken / Vorbestellungen der CD noch möglich

„Das habe ich mir vor 20 Jahren nicht träumen lassen“, sagte Michael Meiners einführend, kurz bevor sein Musical „Hannabella und Claude“ im Geschwister-Scholl-Gymnasium aufgeführt wurde. Bützow entpuppte sich als Musical-Stadt. Zu beiden Aufführungen kamen etwa 200 Zuschauer. „Das bestätigt meine Annahme, dass solche Stücke in Bützow funktionieren können“, sagt Michael Meiners.

Sowohl privat als auch Beruflich, Michael Meiners ist bei der Stadt für Kultur und Veranstaltungen verantwortlich, zieht der 37-Jährige ein freudiges Fazit. „Es lohnt sich, in die Jugend-Kultur-Arbeit zu investieren.“ Sein Wunsch ist es, in Zukunft eine Theater- und/oder Musical-Gruppe ins Leben zu rufen. Er würde dabei auch die Zügel in die Hand nehmen. „Zuerst kommt die Inspiration, dann das Ensemble und dann wird gewerkelt.“

Dass dies funktionieren kann, bewiesen die beiden Vorstellungen am Sonnabend. Es freute Meiners sehr, dass viele Besucher die Schule mit einem Lächeln verlassen konnten. Unter den Zuschauern waren auch viele, die das Stück bereits zur Uraufführung 1997 im Gymnasium sahen. Diese haben Michael Meiners berichtet, dass sie gleich wieder gepackt waren. „Schön, dass die Musik auch nach 20 Jahren noch Wirkung zeigt.“ Dies bestätige ihm, dass er auch zukünftig in diese Richtung weitermachen kann.

Noch mehr freute sich Meiners aber darüber, dass seine Verlobte und seine Tochter vom „Hannabella und Claude“-Fieber angesteckt wurden. Beide sahen erstmals ein Stück von ihm und waren begeistert. Die Folge: Das Töchterchen würde gern mal mitsingen und die Verlobte bot sich als Tänzerin an. Dies macht Michael Meiners stolz.

Stolz machte den 37-Jährigen auch, dass das gesamte Ensemble „so konzentriert und engagiert bei der Sache war“. Bis auf ein paar Kleinigkeiten sei auch gar nichts schief gegangen. Damit war nicht unbedingt zu rechnen, denn erst knapp eine Woche vor den Aufführungen kamen alle Mitwirkenden zusammen. Vorher wurde gruppenweise geprobt.

Übrigens: Da Meiners kurzerhand die Rolle des bösen Zauberers Vigo einnehmen musste, blieb auch ihm nichts anderes übrig als zu pauken. Zwei Wochen hatte er zum Lernen des Textes. „Eigentlich war es die Idee, das Stück mal von vorn zu sehen, um ein Gesamtbild zu erlangen.“ So wollte er kleine Baustellen für die Zukunft ausfindig machen. „Aber das hat wieder nicht geklappt.“ Wenn es nach Meiners geht, könnte sich dafür aber nicht allzu ferner Zukunft eine neue Möglichkeit ergeben. Er stehe in Kontakt mit weiteren Gastspielhäusern, um sein Musical auf die Bühne zu bringen. „Auf jeden Fall möchte ich nicht wieder 20 Jahre warten.“

Wer nicht darauf warten will, bis „Hannabella und Claude“ das nächste Mal aufgeführt wird, der kann die CD vorbestellen. Die Anfertigung ist in den Endzügen. Seit acht Jahren, mit Unterbrechungen, wurde daran gearbeitet. In den nächsten zwei Wochen soll die CD nun fertiggestellt werden, „damit sie zu Ostern im Körbchen liegen kann“, so Meiners. Außerdem wurde die erste der beiden Vorführungen auch mit einer Kamera aufgezeichnet. Die Rohfassung ist erst einmal für die Beteiligten gedacht. Sollte sich die Qualität jedoch als gut genug herausstellen, könnte in Zukunft auch eine DVD mit der Aufführung aus Bützow erscheinen.

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erstellt am 20.Mär.2017 | 21:00 Uhr

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