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Bützower Zeitung

11. Dezember 2016 | 05:11 Uhr

Bützow : Brandschutz wird neu aufstellt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Ab Januar kommenden Jahres greift eine verpflichtende Bedarfsplanung. Die Feuerwehren im Amt Bützow-Land werden vorbereitet

Der Brandschutz wird ab dem 1. Januar 2017 neu aufgestellt und das betrifft auch das Amt Bützow-Land. Über die Neuerungen berichtet Kreiswehrführer Mayk Tessin heute Abend im Amtsausschuss.

„Der Landtag fordert neue Richtlinien. Die Brandschutzbedarfsplanung ist verpflichtend und muss so umgesetzt werden, wie sie festgeschrieben ist“, sagt Mayk Tessin. Zu der Neuregelung kam es, weil die Aufgaben der Feuerwehren vielfältiger werden und nicht mehr nur das Löschen von Bränden, sondern auch technische Hilfe, vorbeugenden Brandschutz und Umweltschutz umfassen. Die Aufgaben werden großflächig von Freiwilligen Feuerwehren getragen. Daher schreibt die Brandschutzbedarfsplanung ein Soll an Ausrüstung, Ausbildung und Feuerwehrkameraden vor.

Tessins Vortrag soll dem Amtsausschuss die Wichtigkeit der Planung verdeutlichen. „Denn bei dem Decken des Bedarfes sind ganz klar die Gemeinden in die Pflicht zu nehmen“, so der Kreiswehrführer. Die Brandschutzbedarfsplanung schaut dabei auf verschiedene Punkte. „Es geht unter anderem um die Fragen, wie viele Leute in einer Gemeindewehr sein müssen, welche Techniken und Geräte verwendet werden und wie der Ausbildungsstand der Kameraden sein soll“, erklärt Tessin.

Die Punkte werden dann durch Sachverständige eines Brandschutzingenieurbüros geprüft. Dafür werden schon jetzt Analysen von den Wehren zusammengetragen. „Wir untersuchen momentan den Ist-Zustand der Feuerwehren. Mit den Ergebnissen prüfen die Sachverständigen dann, wie der Soll-Zustand erreicht werden kann“, sagt Amtswehrführer Ralf Ackerhans. Im Falle eines Mangels müsse dann nachgebessert werden. „Es ist keine gesetzliche Willkür, sondern soll dafür sorgen, dass die Kameraden nicht um eine anständige Ausrüstung kämpfen müssen und dass im Einsatz gehandelt werden kann“, sagt Kreiswehrführer Tessin. „Im Prinzip also so, wie es eigentlich sein muss“.

Große Änderungen wird es laut Tessin aber vermutlich kaum geben. „Hier und da wird es sicherlich ein paar Nachbesserungen geben, aber ein großes Defizit im Brandschutz kann ich verneinen“, sagt der Kreiswehrführer. Amtswehrführer Ackerhans sieht ebenfalls keine Probleme mit der Ausrüstung – aber bei den Löschwasserentnahmestellen. „In einigen Gemeinden klappt es besser und in anderen schlechter.“ So würden manche Gemeinden ihre Entnahmestellen zum Beispiel regelmäßig pflegen, während sie in anderen teilweise schwer zugänglich seien. „Aber die Wehrführer können hier immer nur einen Mangel feststellen und diesen an den Bürgermeister melden“, sagt Ackerhans. Die Feuerwehr sei dann darauf angewiesen, dass ihr Bedarf wahrgenommen wird. „Die Entscheidung, wie mit den Entnahmestellen verfahren wird, treffen dann andere.“ Er sei sich sicher, dass die neue Brandschutzbedarfsplanung gut umsetzbar sei, so Ackerhans. „Wenn die Kameraden ihren Bedarf melden, können sie auch unterstützt werden. Am wichtigsten ist es, im Gespräch zu bleiben.“

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erstellt am 01.Dez.2016 | 09:00 Uhr

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