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Bützower Zeitung

23. März 2017 | 09:17 Uhr

Wiendorf : Blauröcke mit Zukunftssorgen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wiendorf / 14 Kameraden aktiv / Sechs Einsätze in 2016

Die Freiwillige Feuerwehr Wiendorf hat während der Jahreshauptversammlung auf das Jahr 2016 zurückgeschaut. Dabei kamen Erinnerungen an den schlimmsten Einsatz im Juli des Vorjahres hoch. In Niendorf brannte der Dachstuhl eines Einfamilienhauses. Es war einer von sechs Einsätzen, die die Kameraden aus Wiendorf zu bewältigen hatten.

14 Kameraden zählt die Wiendorfer Wehr. „Das kann sich sehen lassen“, befand Amtswehrführer Thomas Kulow-Krehl. Dennoch wiesen er und auch Wehrführer Frank Heidelk auf die Sicherung der Zukunft hin. Schon jetzt sei die Wehr tagsüber nicht einsatzfähig, da viele Kameraden auswärts arbeiten. Da ist es wenig förderlich, dass kaum Nachrücker zu gewinnen sind. „Wir haben Schwierigkeiten mit dem Nachwuchs“, sagte Frank Heidelk. Beim direkten Ansprechen von möglichen Mitstreitern stoße man nicht selten auf Unverständnis. Eine häufige Antwort sei, dass die Anwohner ihre Ruhe haben wollen und deswegen nach Wiendorf gezogen sind. Heidelk, Wehrleiter und Bürgermeister in Personalunion, rief aber auch die Gemeindevertreter auf, bei der Gewinnung von Nachwuchs mitzuwirken.

Es kam aber nicht nur Kritik auf. So blickten die Kameraden etwa mit Freude auf den Amtsausscheid zurück. Zwar sind nur drei Wiendorfer nach Schwaan gefahren (und damit zu wenig für die Teilnahme), aber sie wurden von Kameraden anderer Wehren aufgestockt. Am Ende sprangen Platz acht im Löschangriff, Platz fünf im Hindernislauf und Platz sieben in Stich und Bunde heraus. „Es hat Spaß gemacht und wir haben auch noch was dabei gelernt“, so Heidelk.

Die Wehr sei auch im gemeindlichen Leben bei Veranstaltungen sehr engagiert, auch wenn die Teilnahme der Einwohner zu wünschen übrig gelassen habe. Frank Heidelk sprach aufgrund des Engagements im Ort, ob kulturell oder als Retter in der Not, am Ende als Bürgermeister zu seinen Kameraden: „Nicht nur als Wehrleiter, sondern auch als Bürgermeister einen Dank an alle Kameraden.“ Der stellvertretende Bürgermeister, Volker Hingst, knüpfte an und dankte den Blauröcken im Namen aller Bürger.

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erstellt am 19.Mär.2017 | 21:00 Uhr

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