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Bützower Zeitung

11. Dezember 2016 | 12:52 Uhr

Bützow : Auf den Pfaden des Kung Fu

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die chinesische Kampfkunst hält seit einigen Jahren Einzug in Bützow / Ein Training für Körper und Geist

Schlagen, treten, springen. Was brutal klingen mag, mutet bei den Kung Fu-Übungen elegant an. Seit nunmehr vier Jahren können das Interessenten auch in Bützow erfahren und selbst lernen. Denn in der Warnowstadt gibt es einen von neun Standorten der Phönix Kung Fu- und Tai Chi-Schulen Mecklenburg-Vorpommern. Gründer und Leiter ist André Weber aus Steinhagen. Er ist Trainer und Träger des schwarzen Gurts.

Weber bewegt sich zackig und präzise. Seine Schüler imitieren die Bewegungen wie sein Schatten. Die 45 Schüler teilen sich auf drei Kurse auf. In einem unterrichtet Weber Kinder, in dem zweiten Jugendliche und in dem dritten trainiert er mit Erwachsenen und fortgeschrittenen Jugendlichen.

Als André Weber in Bützow gestartet ist, sei der Andrang enorm gewesen. „Es schien mir, als wäre der erste Gedanke der Bützower, endlich seid ihr da“, so Weber. Der Großteil der Schüler sind Kinder und Jugendliche.

Zeitweise hätte die Kung Fu-Schule auch einen hohen Zulauf bei jungen Erwachsenen gehabt. Doch viele würden nach dem Abitur Bützow verlassen. Trotzdem sagt André Weber: „Wir haben einen regelmäßigen Zulauf.“

Trainiert wird immer dienstags und donnerstags. Für Einsteiger finden entsprechende Kurse montags und mittwochs statt. Geleitet werden die Trainingseinheiten von Weber. Unterstützung hat er dabei von zwei Assistenztrainern und einem weiteren Kindertrainer.

Im ersten Drittel der Übungsstunde vereinen sich Spiritualität und Körperbeherrschung mit dem Trainieren chinesischer Zeichen – Schlange, Tiger, Phönix und weitere. Danach lernen die Schüler vom Meister, wie Angriffe gekontert werden können. In der letzten Einheit dann der Zweikampf, die Königsklasse des Kung Fu. Nach der Übungseinheit haben die Schüler noch Zeit für freies Training und für Nachfragen beim Schwarzgurt.

Die Farbe des Gurtes habe übrigens eine interessante Bedeutung, so Weber. Früher hätten die chinesischen Schüler einen weißen Gürtel bekommen, der über die Jahre des Trainings hinweg immer mehr verdreckte. War der Gürtel schließlich schwarz, so ging man davon aus, der Kung Fu-Kämpfer sei meisterhaft.

Neben dem Kämpfen wird in der Kung Fu-Schule aber auch Respekt, Selbstdisziplin, Mut zum Austesten und Aufrichtigkeit – nicht zuletzt sich selbst gegenüber – gelehrt und gelernt. Ein Hauch chinesischer Spiritualität.

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erstellt am 07.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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