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11. Dezember 2016 | 09:03 Uhr

Der Bürgermeister : Zukünftige Entwicklung ja, aber mit Augenmaß

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgermeister Holger Kutschke im Gespräch

Herr Kutschke, die Gemeinde hat sich seit den 1990er-Jahren rasant entwickelt. Ist das auch ein Trend, der für die kommenden Jahre angestrebt wird?

Unser Plan für die Zukunft ist: Wir wollen uns mit Augenmaß entwickeln. Nach der Wende haben wir viele Wohngebiete erschlossen, wodurch die Einwohnerzahlen Anfang der 2000er-Jahre sogar auf etwa 3100 angestiegen sind. Danach ist die Gemeinde wieder geschrumpft. Mittlerweile haben wir uns aber wieder stabilisiert.

Und wie sieht diese maßvolle Entwicklung genau aus?

Das bedeutet, dass die Gemeinde keine neuen großen Wohngebiete in Planung hat, sondern wir setzen eher auf Lückenbebauung. Obwohl es eine starke Nachfrage auch von Einwohnern aus der Gemeinde nach Bauland gibt, gerade für Einfamilienhäuser. Aber hier hat die Gemeinde, wie viele andere Gemeinden auch, ihre Potenziale ausgeschöpft.

Wenn diesbezüglich keine großen Pläne anstehen, was ist stattdessen ein Thema für die Bewohner?

Ganz aktuell ist unter anderem das Thema Breitband. Schnelles Internet ist ein Standortfaktor. Und da besteht in der Gemeinde noch Nachholbedarf. Aber wir sind in der Förderung des Landes mit drin, sodass ich davon ausgehe, dass wir dort im nächsten Jahr deutliche Fortschritte machen werden. Die Umsetzung sollte spätestens 2017/18 erfolgen. Und im Moment beschäftigt viele Einwohner aus dem Bereich Lambrechshagen und Vorweden die geplante Windkraftanlage in Kritzmow, da dies direkt an unsere Gemeinde grenzt. Aber in diesem Belang sind sich Bürger und Gemeinde einigt, dass es auf unserem Gebiet keine Großanlagen geben soll.

In der Gemeinde gibt es ja eigentlich alles, was die Menschen hier zum Leben brauchen. Gibt es dennoch etwas, wo Bedarf besteht?

Es bestand Nachholbedarf im Bereich altersgerechtes Wohnen. Aber dem kommen wir ja nun Stück für Stück entgegen mit dem Projekt, das in Sievershagen gegenüber dem Ostseepark entsteht. Etwa 60 bis 70 Wohnungen sollen hier nach und nach entstehen.

Welchen Aufgaben muss sich die Gemeinde in Zukunft stellen?

Wir haben ein gutes Straßen-, Rad- und Gehwegnetz. Da wird in den nächsten Jahren sicherlich ein höherer Reparaturbedarf auf uns zukommen. Und im nächsten Jahr wollen wir die gesamte Beleuchtung der Gemeinde auf LED umstellen. Für einen Teil haben wir schon Fördermittel beantragt, für den Rest werden wir dies noch tun. Außerdem steht die Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Rotbäk im nächsten Jahr an. Die wurde vor ein paar Jahren renaturiert und jetzt haben wir noch einige Schwachstellen im Dorfkern ausgemacht, die wir mithilfe von Fördermitteln beheben wollen.

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erstellt am 14.Nov.2016 | 13:52 Uhr

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