zur Navigation springen

Neue Artikel

05. Dezember 2016 | 21:38 Uhr

Pro-Argument : Unterhaltung ja, Belästigung nein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Straßenmusikanten beleben das Stadtbild. Es sind ja auch in Schwerin ab und an welche dabei, die ihr Handwerk beherrschen. Als Passant erfreue ich mich dann an ihnen. Vielleicht bleibe ich sogar ein bisschen stehen, wenn mich die Klänge ansprechen. Aber ich kann ja jederzeit weitergehen und mich aus der Hörweite der Musiker begeben. Doch was ist mit all denen, die das nicht können? Die Verkäuferin im Laden? Die Bankangestellte? Oder der Kellner im Straßencafé? Sie müssen die Musiker wie auch die selbsternannten Künstler dauerhaft ertragen. Und wenn das Repertoire des Straßenmusikers nur zwei, drei Lieder umfasst, können zwei Stunden Dauerbeschallung oder noch mehr schon ziemlich nervig werden. Selbst hartgesottene Fans würden sich zu Hause auch nicht drei Stunden Endlosschleife von Helene Fischers „Atemlos“ anhören. Und die Frau kann noch singen! Auch wenn ich kein Freund von Überregularien bin: Manchmal sind zusätzliche Vorschriften sinnvoll. Das war beim Wildtierverbot in Zirkussen auf städtischen Flächen so. Und das ist auch bei der geplanten Zeitbegrenzung für Straßenmusikanten an einem Spielort so. Denn die Künstler sollen – und wollen – unterhalten und erfreuen, nicht aber nerven. Schwerin vertreibt damit keinen Künstler. Die Stadt schützt aber ihre Bürger. Gut so.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Nov.2016 | 18:35 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen