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11. Dezember 2016 | 03:15 Uhr

Splitter : Seit zehn Jahren Chefin in der Backstube

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Sandra Schulz feiert im November Jubiläum. Einige hatten ihr keine große Zukunft vorausgesagt, als sie den elterlichen Betrieb vor zehn Jahren übernahm, aber bislang konnten Höhen und Tiefen gemeinsam mit ihren Mitarbeitern gemeistert werden. „Natürlich ist das nicht einfach, von dem was hier in unserem Laden verkauft wird ,könnten wir kaum existieren“, sagt die Bäckermeisterin. Acht Mitarbeiter beschäftigt sie und hat drei Verkaufswagen im Einsatz. „Wir haben da unsere festen Touren, die Leute in den Dörfern haben sich daran gewöhnt, dass wir kommen. Und ein wenig übernehmen wir auch die Grundversorgung“, erzählt Sandra Schulz. Butter, Kaffee, Milch, Joghurt ist mit auf den Wagen.

Stolz ist sie, dass in ihrer Bäckerei noch alles selbst hergestellt wird. Vom Brötchen bis zum Sauerteig kommt alles aus eigener Produktion. „Wir spüren natürlich den Preisdruck der Discounter und der Backstationen bei Aldi, Lidl und Co. Aber was sollen wir tun? Wir machen Handarbeit und können nur durch Qualität und Neues bestehen“. Eine Produktlinie sind Plätzchen und Kekse. Vor allem in der Adventszeit sind es bis zu 15 verschiedene Sorten, die alle in Krampfer selbst gebacken und verpackt werden. Sieben bis acht verschiedene Körner-Brote und Brötchen werden angeboten und für jede Sorte wird der Teig separat angerührt. „Wir haben auch schon Nudeln selbst gemacht. Bei uns ist das nicht so verbreitet, in anderen Teilen Deutschlands läuft das gut. Die Arbeit in der Backstube beginnt bereits um 24 Uhr, damit am frühen Morgen die Fahrzeuge mit frischer Ware beladen werden können und auch im Laden im Ort Brot, Brötchen und Kuchen frisch im Regal liegen. Im Übrigen sucht Sandra Schulz noch Verstärkung für ihr Team in der Backstube.

Das Glück dieser Erde …

In dem kleinen Ort betreibt Maik Wernicke seit 14 Jahren einen Reiterhof. Er hat sich vor allem auf die Zucht von Pferden verlegt. „Da muss man heute wirklich in der ersten Liga mitspielen, wenn man Geld verdienen will. Der Markt für durchschnittliche Freizeitpferde ist irgendwie weg, deshalb züchten wir eben auf sehr hohem Niveau“, sagt er. Die Fohlen, die hier zur Welt kommen, werden aufgezogen, ausgebildet, zugeritten und anschließend verkauft. Etwa drei Pferde kann Maik Wernicke pro Jahr ausbilden. Auf seinem Reiterhof mit Halle, Koppeln und Stallungen haben auch andere Reiter ihre Pferde untergestellt. Um sie kümmert sich Maik Wernicke , wenn die Besitzer dafür nicht die notwendige Zeit haben. Auch Gastreiter, die kein eigenes Pferd haben, kommen nach Groß Gottschow, um hier ihrer Leidenschaft nachzugehen. „Ich kann mich aber leider nicht um die Reitausbildung der Kinder kümmern, dazu fehlt mir die Zeit. Das heißt, Gastreiter sollten schon reiten können, wenn sie hierher kommen“, so Wernicke. Glücklicherweise ließ ihm die Arbeit aber die Zeit, sich um die Ausbildung der eigenen Tochter zu kümmern. Paula konnte in diesem Jahr Kreismeisterin in ihrer Altersklasse bis 12 Jahre werden, und zwar in der Dressur und im Springen, berichtet der stolze Vater.

Etwa 30 Pferde stehen bei ihm Stall. Was dem Pferdeliebhaber im Moment sehr zu schaffen macht, ist nicht der durchaus schwierige Markt für Sport- und Freizeitpferde, sondern vielmehr das Wetter. „Ich kann mich nicht erinnern in den letzten Jahren die Situation gehabt zu haben, dass das Gras auf unseren Weiden braun und verdorrt ist. Wir müssen jetzt Mitte September bereits anfangen, die Pferde mit Heu zu füttern, weil wegen der langen Trockenheit einfach nichts mehr wächst“.

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