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04. Dezember 2016 | 19:23 Uhr

Drei Fragen an den Ortsvorsteher : Ortsteile nicht als Anhängsel betrachten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Seit 2010 ist Malte Hübner-Berger Ortsvorsteher von Groß Linde und kümmert sich auch um den Nachbarort Gramzow. Etwas bewegen was über das Eigene hinaus geht, das ist seine Motivation. „Nur so funktioniert ein Zusammenleben“, betont der Schleswig-Holsteiner, der in der Prignitz heimisch geworden ist.

Was macht die beiden Dörfer so liebenswert?

Es ist die gewisse Ruhe und Geborgenheit, die die Landschaft hier vermittelt. Man kommt aus der Haustür und ist mitten in der Natur. Und so sind auch die Menschen hier, gerade heraus und zugleich auch zurückhaltend, zumindest einem Fremden gegenüber. Doch das ändert sich schnell. Für mich eigentlich nichts Außergewöhnliches. Ich bin auf einer Insel großgeworden.

Hier auf dem Dorf gibt es sie noch, die Gemeinschaft. Wenn es darauf ankommt, wird zugepackt. Ich denke da nur an den alten Friedhof. Wenn Saubermachen hier angesetzt ist, dann stellt sich jeder mit Gerät ein, der Zeit hat.

Was sollte sich ein Besucher unbedingt anschauen?

Wir haben keine großen Denkmäler aber eine wunderschöne kleine Kirche und auch alte Fachwerkhäuser. Eines der ältesten stammt aus dem Jahre 1787. Und wir haben vor der Haustür, wo andere Urlaub machen – Natur pur. Für Radler ein wahres Paradies. Nicht von ungefähr führt die Gänsetour an Groß Linde vorbei und der Pilgerweg von Rostock nach Bad Wilsnack durch unser Dorf.

Was wünschen Sie sich von der Stadt, was vom Landkreis?

Dass die Stadt die Ortsteile als dazugehörig und nicht als Anhängsel betrachtet. Ich sage nur Hundesteuer. Es gibt eine einheitliche Regelung, doch auf dem Dorf hat ein Hund eine andere Funktion als in der Stadt. Ein simples Beispiel vielleicht, aber es steht für die Denkweise.

Vom Landkreis erhoffen wir uns, dass Tempo 30 im Dorf von Dauer sein wird. Und von beiden, dass solche Fahrradrouten wie die Gänsetour nicht nur angelegt und ausgewiesen, sondern auch in Ordnung gehalten werden. Das ist touristisch wichtig und das ist genauso wichtig auch für uns als Einwohner und Anlieger.

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